2. Dammherstellungen im Wasser.
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gegeben, dass die aus Senkstücken bestehende Sohlensicherung 82 Meter Breite maass und demnach auf der Nordseite des Faschinendammes 35 Meter, auf der Südseite nur 15 Meter über den Fuss des Faschinendammes herausragte.
Die hier beschriebene ganze Zusammensetzung des Dammes, also der anfängliche Faschinendamm, seine 82 Meter breite Unterlage, das auf ihm ruhende Thon- und Interimsbahndämmchen, seine Sandvorlage, die Sicherung dieser Sandvorlage, die Construction und Sicherung der Südböschung, das Vollprofil des Dammes, endlich die Verzeichnung der Ebbe- und Fluthhöhen ist auf Tafel 3 ersichtlich gemacht.
d) Ausführung des Dammes.
Am 13. October 1870 wurde die Herstellung des hier in seiner Construction beschriebenen Dammes im Wege öffentlicher Submission zu dem Preise von 1,002.500. holländischen Gulden ( 852.125 fl. ö. W.) verdungen.
Am 7. März 1871 begann man das walcherische Ufer durch die versenkte Verkleidung zu schützen, eine Arbeit, welche schon am 13. März vollendet war.
Um den leicht beweglichen Sand am südbeveländischen Ufer nicht zu vertreiben, versenkte man die zum Schutze der Sohle des Fahrwassers bestimmten Faschinenplatten von diesem Ufer aus, dem bereits vertheidigten walcherischen Ufer zu. Diese Sohlenversicherung war anfänglich nur 25 Meter breit hergestellt, und während ihrer Ausführung hatte man auf dem Vorlande des südbeveländischen Ufers und innerhalb des Profiles des definitiven Dammes einen kleinen Deich( Kade) von 400 Meter Länge und 3 Meter Kronenbreite geschüttet.
Dieser Deich ragte schon in die Springfluthhöhe hinauf, sein Kopf wurde jedoch vorläufig nur bis zum Fahrwasser ausgeführt, schloss sich dort an die genannte Sohlenversicherung an und war mit Thon und Faschinenverkleidung bewehrt.
In dem Maasse, als dieses Dämmchen erhöht und verbreitert wurde, wurde auch die Sohlenversicherung im Fahrwasser auf die vorgeschriebenen Dimensionen verbreitert, und war diese häufig durch die Fluthen beschädigte Ausführung Ende April vollendet.