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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
Entstehung
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11. Repräsentation bedeutender Tunnelbauten.

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Millionen Meter(= circa 466 deutsche Meilen) Bohrlochslänge, 20.000 Centner Pulver, und 14%, Jahre Arbeitszeit aufgewendet, da die Eröffnung des Bauwerkes erst vor Schluss 1871 erfolgte.

Die anfänglich auf 41,400.000 Franes präliminirten Kosten stiegen nach mehrfachen Angaben auf nahezu 100,000.000 Francs und haben vem December 1867 ab die Ingenieure Grattoni und Sommeiller einen Accordpreis von 9617 Fres. pro laufenden Meter Tunnel erhalten. An der Herstellung des Mont- Cenis- Tunnels hat sich indirect ein Oesterreicher, der Oberingenieur Kraft, Vorstand der Maschinen­werke zu Seraing, in hervorragender Weise betheiliget, weil diese Gewerkschaft, welche auf der Wiener Weltausstellung, wie schon erwähnt, die St. Gotthard- Bohrmaschinen exponirte, die Bohrma­schinen für den Mont- Cenis- Tunnel geliefert hat. Bezüglich der mit den Bohrmaschinen im Mont- Cenis- Tunnel erreichten generellen Fortschritte, verweisen wir auf die früher( pag. 393) gegebene Tabelle.

2. Der Sutrotunnel.

Dieser berühmte Tunnelbau in Nordamerika, welcher auf der Ausstellung durch ein Längenprofil dargestellt war( amerikanische Abtheilung), dient allerdings nicht den Zwecken eines Eisenbahnbaues, sondern den Zwecken des Bergbaues und insbesondere der Aufschlies­sung des berühmten Comstockganges; seine Herstellung ist aber ein so bedeutendes Werk der Neuzeit, dass es in einem Berichte über Tunnelbau füglich nicht übergangen werden kann, zumal seine Profil­grösse der eines eingeleisigen Bahntunnels fast gleichkommt.

Nachdem im Gold- Canon, einem östlichen Flusse der Sierra­Nevada im Jahre 1849 das erste Gold entdeckt wurde, fanden Peter O'Reilly und Patrick Mac Laughlin im Jahre 1858 und 1859 im Sixmiles- Canon Schwefelsilbererz mit gediegenem Golderze und nahmen James Fennimore, nach Anderen Phinney ein Grubenfeld, das sie an ihren Gefährten Henry Comstock verkauften und dessen Name seitdem zur Bezeichnung dieses ungemein wichtigen Gruben­feldes angewendet wird.

Der fabelhafte Reichthum der Erze veranlasste die Entstehung zahlreicher Gruben auf diesem von v. Richthofen, J. Ross Browne und Rossiter W. Raymond näher beschriebenen Gange, welche jede für sich bauen und desshalb grosse Nebenkosten haben.