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V. Tunnelbau.
vortheilhaft entweder mit Saugsätzen oder mit zuhebenden Centrifugalpumpen erfolgen kann;
4. dass sich die Hebung der Wässer durch Schächte ungemein vortheilhaft durch unterirdische Maschinen, welche das Gestänge ersparen, erzielen lässt; und
5. dass in vereinzelten Fällen die Entwässerung des Tunnelgebietes durch eigens dafür bestimmte und ausser dem Tunnelprofile liegende Wasserstollen empfehlenswerth erscheint, wie dies unter Anderem bei dem Tunnelbaue zu Grammont der Fall war, welchen der Ingenieur Bouqueau auf der Weltausstellung Paris 1867 durch ein Modell zur Anschauung gebracht hatte.
Am markantesten waren aus diesen Erfahrungssätzen die ad 3 und 4 erwähnten zu Wien 1873 insoferne vertreten, als die zahlreich ausgestellten Centrifugal pumpen und dessgleichen die unterirdischen Wasserhaltungsmaschinen schöne Vorwürfe zu Studien abgaben.
Es muss nämlich:
1. die Disposition der Zuhebung der Wässer in stark einfallenden Strecken durch Centrifugalpumpen, welche mittelst Drahtseilbetrieb in Bewegung gesetzt werden können, als eine zukunftsreiche bezeichnet; und
2. darauf hingewiesen werden, dass der Erfolg der unterirdischen Wasserhaltungsmaschinen, welcher durch Decker in Cannstadt und Tangye Brothers& Comp. in Birmingham, Letztere vermöge der Anwendung des Princips von Cameron, ganz wesentlich gefördert worden ist, sich für Tunnelbauten hervorragend empfiehlt, weil durch die Ersparung des Gestänges eine Einfachheit in der Anlage erreicht wird, welche für interimistische Wasserhaltung allein schon wegen der geringeren Anlagekosten Ausschlag gebend ist.