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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
Entstehung
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III. Steinerne Brücken.

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5. Wenn auch die Gegenwart bei dem Baue von Thalüber­brückungen in der Kühnheit der Constructions höhe noch nicht so weit gegangen ist, wie es die alten Meister beim Baue der Brücke von Spoleto gethan haben, woselbst das Material des Pfeilerfusses nach Fontenay und Morandiére einem Drucke von 45.43 Kilogramm pro Quadratcentimeter ausgesetzt ist, und wenn wir auch in der Gegen­wart die absolute Höhe dieses Aquäductes im Gebiete der gewölbten Brücken noch nicht erreicht, auch zu dieser Erreichung keine Ver­anlassung gehabt haben, weil die hohen Thalübergänge unserer Zeit weit vortheilhafter durch eiserne Brücken hergestellt werden: so fällt in unsere Zeit doch eine zahlreiche Entstehung von gewölbten Thalüberbrückungen, die in Rücksicht auf die Erschütterungen, denen sie durch den Eisenbahnverkehr ausgesetzt sind, weit staunenswerthere Leistungen darstellen, als es die Aquäductbauten der Alten waren.

Insbesondere ist es hier Deutschland, welches durch die Höhe und den gewaltigen Stockwerksbau des Göltzsch­thalviaductes in Sachsen die erste Rangstufe einnimmt, und wel­ches mit Oesterreich und Frankreich den unter Anderem durch die Bauwerke von Franzthal und Chaumont so trefflich repräsentirten gemeinsamen Charakterzug aufweist, sehr hohe Viaducte in Stock­werksform zu erbauen, während England, gekennzeichnet durch die Viaducte von Lockwood und Wear, den Stockwerksbau meidet und vermittelst schlank aufstrebenden, unverspannten Pfeilern seine Thäler überbrückt.

Die folgende Tabelle gibt eine generelle Uebersicht dessen, was unsere Zeit an hohen und kühnen Thalüberbrückungen, meist zu Zwecken des Eisenbahnbaues geleistet hat.

In dieser Tabelle sind der besseren Uebersicht wegen auch wieder die älteren grossen Thalüberbrückungen eingefügt.