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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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IV. Eiserne Brücken.

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Der Mittelpfeiler hat eine Sockelhöhe von 2., Meter über Terrain und eine Höhe von 6., Meter zwischen dem Sockel und dem Auflager; er misst oben 3.47 Meter Stärke und hat einen Anlauf von 1:20.

gen

5. Der Blauviaduct bei Gerhausen

auf der Württembergischen Staatseisenbahn besteht aus 4 Oeffnun­à 20. Meter Spannweite, und haben die drei Pfeiler, deren Oberkanten 11.45 Meter über Mittelwasser liegen, eine obere Stärke von 2.0 Meter.

II. Abtheilung.

Eiserne Pfeiler.

§. 1. Eintheilung der eisernen Pfeiler.

Abhängig von den Untersuchungen über die Festigkeit des Eisens, welche schon zu Ende des vorigen Jahrhundertes zu Zwecken des Brückenbaues vorgenommen wurden, gelangte man bald zu der Ueberzeugung, dass auch der Bau der Pfeiler aus Eisen vortheilhaft sein müsse, und scheint, soweit unsere Quellen reichen, H. Brown der erste Ingenieur gewesen zu sein, welcher im Jahre 1822 nächst Brighton eine Anlandebrücke mit eisernen Pfeilern errichtete.

Bestimmte Zeichnungen über eiserne Pfeiler hat uns Mr. Brunel von dem Baue der Kettenbrücke für die Insel Bourbon hin­terlassen, welche Brücke in England gefertiget und 1823 auf fran­zösischem Boden aufgestellt wurde.

Diese erste Anwendung des Eisens zu Pfeilern bei Ketten­brücken übertrug den Gebrauch eiserner Pfeiler auch für andere Constructionen, und können wir heute vier Gattungen eiserner Pfeiler unterscheiden, nämlich:

1. eiserne Ständer,

2. eiserne Joche,

3. eiserne Röhrenpfeiler und

4. eiserne Thurmpfeiler,

je nachdem ein System von eisernen Säulen, ruhend auf festem Sockel, oder eiserne in den Grund eingeschraubte oder versenkte, die hölzernen Piloten ersetzende Joche, oder in den Grund ver­