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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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IV. Eiserne Brücken.

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Darby'schen Construction von Coalbrookdale in Schmiedeisen und repräsentirt die Ausgangsstelie zu den mannigfachen Constructionen schmiedeiserner Bogenbrücken.

Der Ausbau dieser Constructionen war ein sehr langsam vor­wärtsschreitender, weil er zur Zeit seines Beginnes durch die An­wendung der gusseisernen Brücken überhaupt und durch jene Elemente hingehalten wurde, welche sich in der technischen Durch­bildung des Walz processes, in der Durchbildung der Theorie des Brückenbaues in Schmiedeisen und in dem naturgemässen Voran­gange der Durchbildung jener Ueberbrückungen darstellen, für die wir in der deutschen Literatur zwar die mannigfachsten, leider meist individuellen Bezeichnungen haben, die sich aber alle dadurch kennzeichnen, dass sie ohne Aeusserung eines Horizontalschubes das Auflager nur im verticalen Sinne belasten.

Thatsächlich besteht auch zwischen dem Baue der Crou­brücke über die Seine( 1808) und der ersten ansehnlichen zweiten schmiedeisernen Bogenbrücke, nämlich jener über die Aar bei Olten( 1853), eine Zeitlücke von 47 Jahren, bevor die Kunst des Baues schmiedeiserner Bogenbrücken, gekräftiget durch die Theorie und gestützt auf sehr subtile Materialuntersuchungen, neues Leben gewann.

Von diesem Jahre 1853 an war den Ingenieuren aller Länder ein neues, ausgedehntes Speculationsfeld eröffnet und war es wieder auch hier die französische Schule, welche sich gleich im Beginne des Betretens dieses Feldes hervorragend bemerkbar machte.

Sehen wir von der Querschnittsconstruction des schmied­eisernen Bogenträgers und von den mannigfachen Gestalten ab, welche die Construction der Ausfüllung der sogenannten Gewölbe­zwickel, respective der Ueberbau der Gewölbeschenkel besitzt, weil diese kein specielles Kriterium der Bogen construction, sondern nur ein Hilfsmittel ihres Wesens sind, so kann man in dem Baue schmiedeiserner Bogenbrücken drei wesentlich sich trennende Systeme unterscheiden, nämlich a) zwischen den Widerlagern steif verspannte Bogenträger, b) Bogenträger mit be weglichen Auflagern und c) solche mit beweglichen Auf­lagern und Scheitelcharnieren.