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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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Brückenbau.

Town'sche Holzbrückensystem, welches noch bei der Ruhrbrücke zu Altstaven mit fünf Oeffnungen à 100 Fuss preussisch weiten und 12Fuss 8 Zoll hohen Gitterwänden ausgeführt wurde, in Eisen nachzubilden. Wie uns der gegenwärtige preussische Ober- Baudirector T h. Weiss haupt in seiner bekannten Arbeit über die Gitterbrücken der preus­sischen Eisenbahnen auseinandersetzt, war dieses Streben vom besten Erfolge begleitet und um so höher anzuschlagen, als zu jener Zeit auf den hannövrischen Linien nur vorzugsweise die Durchbildung von Blechträgern cultivirt wurde.

Die erste Anwendung eiserner Gitterwände in Deutsch­land, dessen Ingenieure auf dem Gebiete der Theorie und im Baue eiserner Brücken später so Grosses leisteten, erfolgte bei einigen Wegunterführungen und bei der Neussebrücke zu Guben, woselbst die 32 Fuss preussisch weiten Oeffnungen ein geflochtenes Gitter­werk erhielten, dessen Ober- und Untergurte aus quer liegenden, mit ihrer Basis zusammengenieteten Vignoleschienen bestanden.

Diese Flechtwerke wurden jedoch wieder aufgegeben und die gewöhnlichen Gitterwerke durch Vermittelung von Winkeleisen an der Ober- und Untergurte hergestellt. Es folgten nach diesem Principe die Erbauungen der schiefen Havelbrücke bei Potsdam 12.55 Meter Spannweite), der Elbebrücken bei Magdeburg( bis 21.44 Meter Spannweite), der zweiten Geleisebrücke bei Altstaden( 31.38 Meter Spannweite), der Oderbrücken in der Küstriner Bahn( bis 24.48 Meter Spannweite), der Brücken in der Magdeburg- Leipziger Linie( bis 14.75 Meter Spannweite) und der in derselben Linie vor­findlichen Saalebrücke bei Grizehna( 29 Oeffnungen à 48 Fuss 15.06 Meter Weite von Mitte zu Mitte der Pfeiler), der Brücken der Berlin- Hamburger Linie( bis 47 Fuss Spannweite), der Küd­dowbrücke bei Schneidemühl( 50 Fuss Spannweite), der Brücken über die Elbing und Radaune( 40 Fuss Spannweite) und auch jene der Brücken über den Danziger Festungsgraben( 60 Fuss und 6412 Fuss preussisch Spannweite).

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Einen Anstoss ganz wesentlicher Natur zu der Verwen­dung von Gitterwerksbrücken bei sehr grossen Spannweiten gaben bekanntlich die mit dem Gesetze vom 7. December 1849 beschlossenen Brückenbauten über die Weichsel bei Dirsch an und über die Nogat bei Marienburg, erstere sechs Oeffnungen à 121.13 Meter, letztere