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Brückenbau.
die Theorie des Baues eiserner Brücken schon so hoch ausgebildet, dass die Fachmänner Oesterreichs ihre Bedenken laut werden liessen, und sind es insbesondere Bukovský und Hornbostel, welche es schon 1865 angriffen.
Der bekannte Einsturz der Pruthbrücke bei Czernowitz am 4. März 1868 führte in Folge der eigenen Initiative des österreichischen Ingenieur- und Architektenvereines vom 7. März 1868 zu einem Exposé desselben, welches das System für Zwecke des Eisenbahnbaues zur Gänze verwarf.
Die bedeutenderen Brücken dieses Systemes sind:
1) Iserbrücke bei Rakaus, Linie Reichenberg- Pardubitz ( sieben Oeffnungen à 24.65 Meter Spannweite), erbaut 1857-1858; 2) Moldaubrücke bei Kralup, Linie Kralup- Turnau( vier Oeffnungen à 47.4 Meter Spannweite, zweifache Gitterwand), erbaut 1864; don 1925il
8) Pruthbrücke bei Cžernowitz( vier Oeffnungen à 57.85 Meter Spannweite, zweifaches Gitterwerk), erbaut 1865, eingestürzt am 4. März 1868;
+) Brücke bei Böhmisch- Leipa in der böhmischen Nordbahn,
1
18.965 Meter Spannweite Einsenkung bei der Erprobung), er
baut 1867;
37.930
955
5) Polzenbrücke bei Bensen in der böhmischen Nordbahn 1
Meter Spannweite, Einsenkung 1050), erbaut 1867;
Brücke bei Theresienau in der böhmischen Nordbahn,
37.930 Meter Meter Spannweite, Einsenkung
erbaut 1867;
992
7) Polzenbrücke bei Tetschen in der böhmischen Nord1
bahn( 37.980 Meter Spannweite, Einsenkung 992),
erbaut 1867;
8) Elbebrücke bei Tetschen in der böhmischen Nordbahn
53.576 Meter Spannweite, Einsenkung( 10),
990
erbaut 1867;