IV. Eiserne Brücken.
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13) Elbe- Brücke bei Aussig der österreichischen Nordwestbahn, erbaut unter der Leitung von Hellwag und Gerlich 1874, Strasse und Eisenbahn- Brücke( in der eigentlichen Strombrücke drei Oeffnungen, eine à à 74.2 Meter, zwei à 73., Meter Stützweite, 7.36 Meter Trägerhöhe, 5.5 Meter Achsendistanz der Hauptträger, 3.68 Meter Distanz der Verticalen, 4270 Kilogramm pro laufenden Meter); Weiteres im späteren Texte.
§. 3. Continuirliche Gelenkträger.
In der geschichtlichen Entwickelung des Baues der eisernen Gitterträger mit parallelen Gurtungen tritt eine Neuerung auf, deren wir zu gedenken haben: nämlich die von H. Gerber, dem verdienstvollen Director der Brückenbauanstalt Klett und Comp. in Nürnberg erfundenen Träger mit Gelenken oder, wie er sie nennt, Träger mit freiliegenden Stützpunkten. Soviel uns bekannt, ist diese Construction( bis 1875) erst zweimal und zwar bei der im Jaare 1872 vollendeten Strassenbrücke über die Donau bei Vilsofen in Bayern und 1873 bei der Eisenbahnbrücke über die Luhe in der Wittenberge- Buchholz- Bahn angewendet worden. Das erstere Bauwerk hält fünf Oeffnungen, eine à 64.5 Meter und vier à 51., Meter Spannweite und besitzt eine Fahrbahnbreite von 6.4 Meter. Die Anordnung der Gelenke ist derart gewählt, dass sich im Mittelfelde zwei und in jedem der äusseren Felder ein Gelenk befindet. Professor Dr. E. Winkler, welcher die Gerber'sche Erfindung näher behandelt und insbesondere die Vertheilung der Gelenke speciell untersucht hat, findet eine namhafte Ersparung an Material bei diesen, wie er sie richtig nennt, continuirlichen Gelenkträgern, gegenüber den einfachen continuirlichen Trägern, und berechnet er dieselbe
bei
10
OBE 50
100
150
Meter
auf
7
14
21
25
Procent
Die zweite nach dem Systeme Gerber erbaute und von dem Maschinenmeister C. Reymann constrairte Brücke übersetzt die Luhe in drei Feldern à 12.55 Meter Lichtweite; 13.653 Meter- 14.124 Meter- 13.653 Meter Stützweite; 16.478 Meter 8.474 Meter 16.478 Meter Distanzirung der Gelenke. Nicht ohne Interesse ist es
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