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Brückenbau.
Brücke
( 62.8 Meter), und die auf jeder Seite angeordneten fünf Fluthfelder à 100 Fuss preussisch( 31.4 Meter) Lichtweite erhalten. Inclusive der 15 Fuss starken Strompfeiler, zweier 12 Fuss starken Trenund der 9 Fuss starken Fluthpfeiler besitzt die ganze nungszwischen den Widerlagern eine Länge von 671.332 Meter. Die Schwedler'schen Träger der grossen Oeffnungen haben 301, Fuss, jene der Fluthöffnungen 15 Fuss preussisch Maximalhöhe, ihre Unterkante liegt 16.57 Fuss über dem Hochwasser; die Träger der Hauptöffnungen haben doppelte, jene der Fluthöffnungen einfache N- Fachung. Die Obergurten der grossen Träger sind offen und vergittert. Die ganze Strombrücke enthält:
38.232 Zollcentner Walzeisen,
1.441
548
20
Summe 40.241 Zollcentner,
Gusseisen,
Schmiedeisen,
Bleiplatten,
welche inclusive Montage 261.419 Thaler gekostet haben. Die gesammten Kosten des zweigeleisigen Bauwerkes betrugen 701.406 Thaler 13 Silbergroschen 2 Pfennige, also circa 1567 fl. Silber pro laufenden Meter.
D. Halbparabelträger.
Diese Trägerformen mit gekrümmter Obergurte überhaupt und Verticalabschnitten der Enden, welche sich neuestens, besonders im Norden von Europa, bei den grossen Bauwerken Bahn brechen, waren dieser technischen Richtung gemäss, auch auf der Wiener Weltausstellung bedeutsam vertreten, und zwar insbesondere durch die folgend genannten Werke. n.
16. Lekbrücke bei Kuilenburg in Holland. Wir stellen die Vertretung dieses Bauwerkes desshalb an die Spitze der diesfälligen Ausstellungsobjecte, weil die grosse Stromöffnung von 150., Meter Lichtweite nicht nur die grösste eiserne Balkenbrücke ist, welche bis jetzt überhaupt errichtet wurde, sondern weil dieser Halbparabelträger auch der erste ist, welcher bei dem Ueberbaue sehr grosser Spannweiten angewendet wurde. Die allgemeine Anordnung dieses riesigen Bauwerkes, welche schon in dem Zeitraume von 1850-1860 eingehend studirt und insbeson