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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
Entstehung
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IV. Eiserne Brücken.

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nennen Gelegenheit hatten, documentirt durch das hier bezeich­nete Bauwerk auch auf dem Gebiete der Kettenbrücken einen be­deutsamen Fortschritt, indem er nicht allein( confr. pag. 450) eine durch N- Fachung versteifte Hängewand( vergleiche Project Köstlin­Schurz), sondern auch eine durch Stehbleche versteifte, aus Horizon­talblechen gebildete Kette und drei Charniere in der Kette verwendete.

Die Brücke enthält einen Gehweg von 14 Fuss Frankfurter Maass( à 0.284 Meter); der Achsenstand der Tragwände misst. 16.5 Fuss Frankfurter Maass; das Bauwerk besitzt ein Mittelfeld von 79.69 Meter( 280 Fuss) Lichtweite, 290 Fuss Spannweite und zwei Seitenöffnungen à 139 Fuss 39.56 Meter Lichtweite. Die An­ordnung der Brücke sowie die Ausfachung der Hängewände ist durch die Skizze auf Tafel X ersichtlich gemacht.

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Die Construction der Kette ist, wie schon erwähnt, durch übereinander liegende Horizontalbleche in ihrer Grundform ge­bildet; da die Brücke eine Charnierbrücke ist( zwei an den Auf­lagern und eines in der Mitte), so ist an diesen Stellen behufs Einfügung des Charnierbolzens die horizontale Lage der Bleche in eine verticale mittelst Winkeleisen umgewandelt, wie dies die Skizzen Figuren 213 und 214 näher verdeutlichen, im Uebrigen Fig. 213.

Fig. 214. a- b

ist der Kettenquerschnitt durchwegs und nur aus­genommen in der verankerten Partie in TT- Form ge­staltet, wie dies näher Figur 215 verdeutlichet, aus welchem Querschnitte auch zu ersehen ist, dass die Versteifung der Kette mittelst Stehblechen und Winkel­eisen durchgeführt ist.

Bezüglich der Entstehung der Theorie der Charnierbrücken überhaupt verweisen wir auf das bereits pag. 263 Gesagte.