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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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Rechtsdrehung 90°Linksdrehung 90° 
  
  
  
  
  
 
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Brückenbau.

Bei der Parnitzbrücke ist die Vertheilung der Stützpunkte in der Weise vorgenommen worden, wie solche in der Skizze Figur 224 näher ersichtlich ist.

-55½­58­

Fig. 224.

Drehpunkt

57

54

B

Diese Situirung des Stützpunktes( Figur 225). C lässt er­kennen, dass, wenn das Auflager A gesenkt wird, die Brücke die Stützpunkte B und C verlässt und sich auf den Drehzapfen D aufsetzt.

Bei weiterer Senkung des Brückenendes A gelangt auch die Führungrolle E zur Function.

Da nun AC bedeutend schwerer als BC ist, so ist diese Sen­kung bis auf den Drehzapfen eine sehr leichte; sobald aber der Zapfen D stützt, gelangt das Gleichgewicat zwischen AD und DB zur Geltung; und diese Balancirung ist Ursache, dass die Rolle E gar nicht gedrückt wird. Um nun die Balancirung gewissermassen zu fixiren, respective die gesenkte Lage von A während der Drehung beibehalten zu können, ist es nöthig, dass E zu einem folgenden, andauernden Stützpunkte wird.

Fig. 225.

11

Al

* 3

C

D

E

B

Schwedler erreicht dies durch eine geringe Belastung von д,

welche er bei einem Drucke in E= 100 Centner nach P

100 × 11 55.5

circa 20 Centner bemisst, wovon auf jede Tragrippe der Par­nitzbrücke 10 Centner entfallen.

Um nun die absichtlich leicht construirte Rolle E gegen zu­fällige Stösse zu schützen, ist ihre Lagerung gefedert, und zwar so stark, dass sie den festgesetzten Druck von 100 Centner aufnehmen, bei grösserem Drucke aber nachgeben muss.