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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 3 / Bericht von Franz Rziha
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Oberbau.

Oberbaues, der Imprägnirung der Schwellen, und be­züglich des Steinwürfelbaues besitzt.

Die Imprägnation mit Zinkchlorid hat pro Stück Schwelle je nach den Anstalten, welche sich in Oberhausen, Harburg, Leer und Minden befinden, 3 Silbergroschen bis 4 Silbergroschen 3 Pfennige pro Stück gekostet.

Das Legen des Oberbaues wurde mit 51%, Silbergroschen bis 7, Silbergroschen pro laufenden Meter Geleise bezahlt, wobei die Bettung bis 2 Zoll unter Schwellenoberkante bereits anderweitig beschafft war, und die Oberbaumaterialien vermittelst Locomotive immer bis ,, vor Kopf" directionsseitig geliefert wurden. In diesem Accordpreise ist das Nachstopfen und Richten des Geleises für eine Zeit von drei Wochen nach dem Befahren mit der Maschine über­haupt eingerechnet.

18. Oberbau der Oesterreichischen Nordwestbahn. Der Oberbau der Linien der Oesterreichischen Nordwestbahn ist ein Schwellenbau und war auf der Ausstellung 1873 zu Wien durch Normalien und durch einen beschreibenden Text repräsentirt. Er ist für eine Radbelastung von 140 Zollcentner und für eine Zugsgeschwindigkeit von 75 Kilometer pro Stunde construirt. Die Schienen sind breitbasig und wiegen 68 Zollpfund pro Meter; die Schwellen sind aus Kiefernholz, nur ausnahmsweise aus Fichten­holz gewählt; zu Extrahölzern wurde Eichenholz gewählt. Der schwebende Stoss wurde bereits 1873 fast überall angewendet.

In Curven unter 600 Meter Radius ist die convexe Schienen­seite auf allen Schwellen mit doppelter Nagelung versehen; in Curven unter 350 Meter Radius befindet sich auf jeder Schwelle eine Unterlagsplatte.

Die gewöhnlichen Bahnschwellen wurden franco Lagerplatz mit 1 fl. 5 kr. bis 1 fl. 35 kr. geliefert; der laufende Meter Weichen­schwellen kam auf 1 bis 1.05 fl., der Kubikmeter eichene Extrahölzer auf 54 fl. zu stehen.

19. Schienensystem von Grangier.

Dieser Ingenieur aus Schärbeck bei Brüssel brachte eine ge­theilte Schiene durch ein Modell zur Anschauung, wie solches durch die Figur 255 verdeutlichet ist. Dieses Schienensystem ähnelt den bekannten Zweitheilungen des Profiles und wird von dem