I. Der Geleisebau.
61
112.3 Meilen Bahnlänge, worunter( 1872) 44.51 Meilen doppelgeleisig, besass, hat gerade hinsichtlich des Oberbaues ausgedehnte Erfahrungen nicht nur bezüglich des Schienenkalibers, sondern auch bezüglich des eisernen Oberbaues erlangt.
Die genannte Eisenbahngesellschaft brachte ihren Oberbau auf der Wiener Ausstellung 1873 zur Repräsentation, und geben wir nach den gefälligen Mittheilungen der Direction die folgenden Notizen.
Es haben Anwendung gefunden:
a) Linie Cöln- Herbesthal zum Theile breitbasige Schienen von 113 Millimeter Höhe, 36 Kilogramm Gewicht und von 5.65 Meter Länge, Querschwellen, Stossplatten, Laschen à 3.1 Kilogramm schwer; zum anderen Theile Stuhlschienen von unsymmetrischem Profile, 5.65 Meter lang, 25.5 Kilogramm schwer, Stahlstühle, welche am Stosse Winkellaschen erhielten.
b) Linie Cöln- Rolandseck. Schienen 78 Millimeter hoch, 5.65 Meter lang, Querschwellen, Seitenlaschen à 2.8 Kilogramm; eine kurze Strecke 124 Millimeter hohe breitbasige Schienen, 34 Kilogramm schwer, mit Laschen à 4.8 Kilo
gramm.
c) Linie Cöln- Crefeld. Bei der Uebernahme derselben( 1861) fanden sich 124 Millimeter hohe breitbasige Schienen vor. d) Neuere Linien. Rolandseck- Coblenz( 1858), BingerbrückCoblenz( 1859), Crefeld- Cleve( 1863), Herbesthal- Eupen, Coblenz- Oberlahnstein und Düren- Eiskirchen( 1864) Zevenaar, Nymwegen und Mechernich( 1865), Osterade- Essen ( 1866), Call, Wattenscheid, Stolberg( 1867), Soetenich( 1868), endlich Coblenz- Ehrenbreitstein( 1869): erhielten sämmtlich 131 Millimeter hohe, 36.5 Kilogramm schwere breitbasige Schienen, Querschwellen, Stossschwellen, Laschen von 4.2 Kilogramm, Stossbefestigung mit Schwellenbolzen.
e) Linie Kempen- Venlo wurde 1867 mit Hartwich- Schienen von 7.53 Meter Länge, 43.3 Kilogramm Schwere, Seitenlaschen von 11.4 Kilogramm und 12 Laschenbolzen à O.s Kilogramm hergestellt.