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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 3 / Bericht von Franz Rziha
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Oberbau.

f) Linien Neuss Düren und Ehrenbreitstein- Ober­cassel wurden 1868 und 1870 ebenfalls mit Hartwichschie­nen vorigen Kalibers belegt.

Diese sämmtlichen Profile werden neuestens verlassen und zumeist beim Holzschwellenoberbaue 7.22 Meter lange breitbasige Schienen von 131 Millimeter Höhe, 1 2 Laschenlage, Kaliber III, schwebende Stösse, Laschen 5.3 Kilogramm, Bolzen à 0.6 Kilo­gramm, geklinkte Schienen angewendet; ausserdem wird noch ein Kaliber II, welches gleich ist dem Kaliber V der Cöln­Mindener Bahn, von ebenfalls 131 Millimeter Höhe und 7.22 Meter Länge, jedoch 35.5 Kilogramm Schwere und 1: 3 Neigung der Laschenlage angewendet. Das Kaliber III bewährt sich nach neuesten Angaben erheblich schlechter, als Kaliber II. Endlich wird bei der genannten Gesellschaft neuestens ein anderer eiserner Oberbau( modificirtes System Hilf) erprobt, nachdem der Hart­wich- Oberbau sich durchaus nicht bewährt hat. Bei diesem ein­theiligen Oberbaue( Hartwich) hat sich herausgestellt, dass die Erneuerung der Schienen sehr kostspielig ist, dass das hohe Profil nicht solid genug hergestellt werden kann und sich in Folge dessen eine sehr grosse Abnützung der Schienen ergibt. Auf der Rechts­rheinischen Bahn mussten in den ersten drei Jahren schon 28.01% der Hartwichschienen ausgewechselt werden und wurde 1873 mitge­theilt, dass die übrigen Schienen während der Garantiedauer von weiteren vier Jahren wohl zur Gänze würden ausgewechselt wer­den müssen.

Fig. 268.