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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 3 / Bericht von Franz Rziha
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Oberbau.

kann, so vermag man in sehr leichter Weise jede gewünschte Krümmung zu erreichen.

Der Schrabetz'sche Apparat, welcher vortheilhafter zu sein scheint, als die Emerson'sche Maschine( Organ", 1872, und R. G. 1871) und dessen Bedeutung besonders dann hervortritt, wenn man unsere heutigen scharf gekrümmten Gebirgs- und Secundär­linien im Auge behält und wenn man die Sorgfalt beachtet, welche heutzutage einem Oberbaue unbedingt zugewiesen werden muss, zeichnet sich auch durch grosse Ersparnisse beim Biegeprocesse aus. Es wird angegeben, dass nach der alten Methode das Biegen einer Schiene 14.4 kr. im grossen Durchschnitte kostete, während es jetzt nur einen Preiss von 4.8 kr. beansprucht. Die Zeit zum Biegen einer Schiene mit dem hier besprochenen Apparate wird von Herrn Schrabetz auf 4 bis 5 Minuten angegeben.

33. Schienennivelleur von C. de Bergue& Comp. Diese Londoner, durch Herrn Oberhoff in Wien und Herrn Simon in Manchester vertretene Firma brachte den bereits vortheil­haft bekannten Apparat zur Hebung der Geleise durch Modell, Zeichnung und Text zur Ausstellung. Der Apparat ist bestimmt, das umständliche, zeitraubende und kostspielige Aufwuchten des Ge­leises, wie auch das kostspielige Festhalten des durch Hebel auf­gewuchteten Geleises zu ersetzen.

Er besteht aus einem durch eine Schraube in Bewegung gesetzten Hebel und hat die in den Figuren Nr. 277 und 278 gekenn­zeichnete Gestalt; beruht also ganz auf demselben System der Grotheschen Hebevorrichtung( Technische Blätter", 1872) und jener von Beuger in Winterthur( Organ", 1875).

Der Apparat ist zu einfach, als dass er noch einer näheren Beschreibung bedürfte; seine Handhabung ist durch Figur Nr. 277 zu erkennen, und seine grosse praktische Brauchbarkeit gewinnt ins­besondere durch die drei Momente an Bedeutung: dass fast die ganze Zahl der Arbeitsleute erspart wird, welche sonst am Hebe­baume beschäftigt sind, dass das Heben ruhig und nicht ruck­weise geschieht, und dass zwei untergeschobene Apparate eine herausgenommene Schwelle, selbst während der Fahrt der Züge,

ersetzen.