Dokument 
Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 3 / Bericht von Franz Rziha
Entstehung
Seite
78
Einzelbild herunterladen

78

Oberbau.

M. Pollitzer bei der Construirung seines Apparates gestellt hat, besteht darin:

a) gesunkene Stellen des Bahngeleises zu heben,

b) die gehobenen Schwellen maschinell zu unterstopfen,

c) die stattgehabte Senkung des Geleises zu messen und d) Spurweite und Ueberhöhung zu prüfen.

Der Apparat ist durch die Generalfigur Nr. 281 so weit er­läutert, dass man die Fahrbarkeit des Instrumentes, den Mecha­nismus zur Hebung des Geleises, jenen zur Einquetschung des Stopfmateriales unter die Schwelle, ferner die Prüfung der Spur­weite und endlich die Vorrichtungen zur Abvisirung der Schienen erkennen kann.

Die Hebungen des Geleises erfolgen durch die Schrauben­bewegungen bei b, welche die Traverse M emporzwingen und da­durch vermöge der Klinken s auf das Gestänge wirken. Die Unter­pressung des Bettungsmateriales unter die Schwelle erfolgt mittelst der Krampen K, die durch Kniehebel und Schraube S', respective durch die Handhabe R in eine Bewegung versetzt werden, welche eine Pressung des Stopfmateriales erzeugt; die Senkung des Stopfapparates wird durch die Schraube S und das Mutterrad T besorgt; der ganze Stopfapparat ist entlang der Bahnschwellen­richtung, ähnlich einem Support auf dem Gebälke M verschiebbar.

Die Visir vorrichtungen verfolgen zweierlei Zweck, ein­mal: das Maass der Geleisesenkung zu ermitteln, und das andere Mal die Ueberhöhung zu beobachten; es sind zu diesem Zwecke verstellbare Scheiben c, c angeordnet, welche mit Hilfs- Absehscheiben in Correspondenz gebracht werden. Die Ueberhöhung kann durch die Verschiebbarkeit der Scheiben c, c in verticaler Lage und durch die Drehung derselben unter Zuhilfenahme eines Gradbogens und durch die Diopter v, v eruirt werden. Die zur Seite des Geleises angebrachte stellbare Absehscheibe, welche die horizontale Ueber­tragung der Schienenhöhe gestattet, dient zur Fixirung des Hebe­niveaus; sie ersetzt also den Fixpunkt.

Was endlich die Beurtheilung der Spurweite betrifft, so wird dieselbe dadurch vermittelt, dass das Rad m seine Fixirung auf dem einen Schienenstrange durch Doppelflanche erhält, und dass an die andere Schiene stetig ein gefederter und mit einem Röllchen

2000911 Da