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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 3 / Bericht von Franz Rziha
Entstehung
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110
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Laufende Nummer

Bahn­

gesellschaft

Zahl der verlegten Schwellen

Zeit der Verlegung

Bahnradien, Meter

Oberbau.

Bettungs­materiale

Bemerkungen

1

2

Gewerken­

bahn der Prager Eisen­

industrie­Gesellschaft

Turnau­Kralup­Pragerbahn

3 Wittkowitzer

Mai

feiner Kies 23 1875 185 und Sand

Juni

lehmiger Gruben­14 1875 190 schotter

feiner Schlacken­10 1875 900 sand

Aug.

Gewerken­bahn

4 Kronprinz

Nov. Rudolfbahn 18 1875 300

guter Schotter

5

Königlich

Preussische

Militärbahn 60

6

Königlich

Ungarische

Staatseisen­bahn

Aug. 100 1876-

7

Gewerken­

bahn zu Creuzot

?

ad 1 bis 4. Das Legen und Verhalten des Oberbaues durchaus befriedigend; bis Anfang 1877 1877 war ausser dem Nachstopfen in erster Zeit keinerlei Un­terhaltungsarbeit nöthig. ad 5. Die königl. Uebungs­commission des Eisen­bahnregimentes in Berlin liess Versuche über das Verlegen der Schwellen vornehmen und äussert sich unter Anderem fol­gend:

Die Einlegungszeit aller 60 Schwellen betrug 30 Minuten. Obgleich die Schotterbreite nur auf die Schwellenlänge von 2.3 Meter beschränkt wurde, war eine seitliche Ver­brückung des Oberbaues unthunlich.( Näheres ver­gleiche ,, Wochenblatt des Österr. Ingenieur- u. Ar­chitektenvereines", 1876, Nr. 45.)

ad 6 bis 7. Nähere Mitthei­lungen fehlen.

Nach neuerlichen Mittheilungen soll die Lazar'sche Construction jetzt auch in Holland durch den Oberingenieur R. van Hasselt in Hilversum von der Holland'sche Yzern- Spoorweg- Maatschapij" erprobt werden; dort soll die Schwellenlänge mit 2.5 Meter( statt 2.3 Meter) und die Umbiegung der Schwellenenden nach einem Viertel­kreise von 200 Millimeter Radius gestaltet werden, welche Biegungs­form überhaupt schlechteren Eisensorten zu Gute kommen würde.