Dokument 
Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 3 / Bericht von Franz Rziha
Entstehung
Seite
132
Einzelbild herunterladen

132

001

< 58 × 42*

Oberbau.

Fig. 305.

-1,496­

1,800­

Last des Rollmateriales verklemmen dann die drei Schienentheile derart, dass Keil und Schraube, wie auch jede Laschung ent­fällt, weil die Fahrschiene überall knappes Anlager, stricte Um­fassung und gleichmässige Führung durch die oberen Hebelenden der Tragschiene erfährt.

Jede Hälfte der Tragschiene lässt sich aus alten Bahnschienen auswalzen und besteht: 1. aus einem horizontalen Fussstücke, 2. aus einem die Champignonschiene unterfassenden und im Stege verklemmenden verticalen Anlegstücke und 3. aus einem diese beiden Enden verbindenden Mittelstücke c, welches, wie Figur 306 zeigt, trapezförmig gelocht ist.

45­50­

Fig. 306.

a

C

Der Querriegel b ist in seinem Profile -förmig gestaltet; die oben erwähnte Einklinkung( Figur 305) reicht nur herab bis zur Mittelrippe dieser Profilform; jede Hälfte e der Tragschiene sitzt, oder besser gesagt, reitet mit den verticalen Anleg­stücken C, d auf der Mittelrippe des Quer­riegels b, wie Solches der entsprechende Schnitt Figur 307 genügend verdeutlichet; diese Figur zeigt auch zugleich, wie jede Hälfte der Tragschiene vermittelst ihres horizontalen Lappens oder des Fussstückes sich gegen die untere Fläche des Querriegels stemmt. Diese ganz merk­würdige Knotenverbindung ist, nach den mir gemachten Mittheilun gen der Herren Erfinder, das geistige Eigenthum des Herrn Battig, welcher, an der von ihm und von Köstlin schon im Jahre 1861 paten­tirten Originalidee der dreitheiligen Schiene consequent festhaltend, seitdem immer bemüht war, jenen Vorwurf der Praktiker im Ober­baue aus der Welt zu schaffen, nach welchem namentlich der drei­theilige Oberbau zu viele Bestandtheile habe und gewissermaassen den durch Keil, Schraube, Lasche und Niete gekennzeichneten unpraktischen Charakter von Schlosserarbeit" in sich herumtrage.