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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 3 / Bericht von Franz Rziha
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I. Der Geleisebau.

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Fig. 307.

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Im ersten Momente der Betrachtung der diesfälligen Zeich­nungen macht es den Eindruck, als ob die Knotenverbindung" eine zu lose sei; aber schon eine Verfolgung des Ideenganges, wie der neue Oberbau zusammengebaut wird: nämlich a) das Hinlegen des eingeklinkten Querriegels, b) das Auffädeln jeder Hälfte der Unterschiene, c) das Einklappen dieser Hälften in jene Riegelein­klinkung und d) das nunmehrige Einpressen der Champignon­schiene zwischen die sich aneinander lehnenden oberen Hebelenden der Hälften der Tragschiene, mehr aber noch die Anschauung eines Modelles oder des Originaloberbaues zeigt sehr deutlich die Charak­teristik des Festhaltens aller Theile untereinander, also die sichere Lagerung der Schiene. Wird nun vermöge der Unterkrampung der nunmehr zu Einem Stücke gestalteten Tragschiene die Innigkeit der Metallberührung überall im eigentlichen Sinne des Wortes bis zur Verspannung herbeigeführt, so sitzt die Fahrschiene so fest, als ob der ganze dreitheilige, beziehentlich viertheilige Bau aus einem Gusse bestände. Die Last des Rollmateriales und die durch die­selbe veranlasste Fliehkraft verstärken nur die Verklemmung.

bis Um jedoch alle Bedenken gegen die Innigkeit des Gefüges zu beseitigen, ordnete Herr de Serres durch eigene Erfindung noch zweierlei an: er sicherte die Construction a) gegen die Zufälligkeit des Herauswippens der Fahrschiene während des Fahrens( zufällige Niederpressung eines Schienenendes und Heraushebung des Gegen­endes durch etwaige Drehung um den durch den Querriegel viel­leicht veranlassten Drehpunkt) durch die in Distanzen angeordneten federnden Sperrdorne, Figur 308, und er ordnete b) eine öftere Ver­