Dokument 
Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 3 / Bericht von Franz Rziha
Entstehung
Seite
134
Einzelbild herunterladen

134

Fig. 308.

d

Oberbau.

riegelung der Fahrschiene mit den beiden Hälften der Unterschiene an, so dass die von Strang zu Strang reichenden Querriegel im Geleise in 2.2 Meter Distanz und je dazwischen noch drei ganz kurze Separat­riegel für jeden Strang allein vorfindlich sind. Figur 309 zeigt diese Anordnung im Geleiseplane zur Genüge.

Die weitere Innigkeit des Verbandes im ganzen Gestänge wird auch noch dadurch erzielt, dass überall die Stösse mit Voll auf Fuge gelegt werden, und gilt dies nicht nur bei den Stössen der Tragschienenhälften in einem und demselben Strange, sondern auch bezüglich beider Stränge in ihrem Verhalten zu einander.

Ueberblicken wir nun die hier beschriebene Construction, so gelangen wir zu folgenden Schlüssen:

1. Die Construction ist völlig neu, daher in Wirklichkeit ein neues System.

2. Laschen, Keile, Nieten und Schrauben entfallen, der neue Oberbau ist also ein bisher unerreichtes Unicum.

3. Die Rücksicht auf die Dilatation ist zur Gänze gewahrt, da jeder Theil des Baues sich für sich dehnen kann, ohne der Gesammt­anordnung zu schaden.nadian Tell

4. Die Haltbarkeit des Knotengefüges wird durch Stopfung und durch die Fahrlast vergrössert.

5. Die Anwendung aller Stösse mit Voll auf Fuge verfestiget den ganzen Eisenbau in einer bislang anderweit noch nicht erreichten Weise.

6. Der Oberbau besteht aus kurzen Theilen, welche leichte und rasche Verladung, Entladung und Hantirung gestatten. 7. Die polygonale Stellung der Tragschienen und die leichte Krümmung der Champignonschienen gestatten leicht die Anwendung scharfer Radien.

8. Die Einfachheit der Construction, welche sich durch streng genommen nur vier Bestandtheile ausdrückt, gestattet ein ungemein rasches Legen und Demontiren.de

9. Zu Unterschienen und Querriegeln kann altes Schienen­materiale verwendet werden.