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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 3 / Bericht von Franz Rziha
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II. Die Fahrrichtungsanlagen.

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anderen. Indem er, mittels der Gewichte GG, sinkt, wird der Control­accumulator am Centralpunkte gehoben, und die durch etwaige mangelhafte Dichtung entstehenden Wasserverluste bis zum Ein­ziehen des Fahrsignals ersetzt.

Ein am letzteren angebrachtes Gewicht zieht die Kette zurück und drückt den Plunger D nieder, sobald der Handhebel am Central­punkte zurückgestellt ist, wodurch der anfängliche Ruhezustand wieder hergestellt wird.

Der untere Raum des Apparates kann zum Schutze gegen Frost mit schlechten Wärmeleitern ausgefüllt werden.

Der Signalapparat kann mit einem Schwimmer- Ventil v zur Entfernung der Luft versehen werden.

12. Drehscheibe von Hohenegger. Dieselbe war Seitens der Oesterreichischen Nordwestbahn durch Text und Zeichnung zur Anschauung gebracht, und ist ihr System auf Tafel XIII, Figur 4a, 4b, verdeutlichet; es kennzeichnet sich dasselbe vorzugsweise durch die Anordnung von Evolutfedern.

Bekanntlich gibt man, wie es schon bei den Drehbrücken er­kennbar war, den Drehscheiben am liebsten eine Anordnung, wonach sich die Last auf den Mittelzapfen möglichst concentrirt und der Rollkranz womöglich entlastet wird.

Um die bei dieser Anordnung besonders auftretenden Stösse zu vermeiden, hängt Hohenegger seine Scheibe unter Zuhilfenahme von Evolutfedern auf den Mittelzapfen auf, und werden die auf der Oesterreichischen Nordwestbahn damit gemachten Erfahrungen als sehr günstig geschildert.

Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, dass Herr Hohenegger auch bei seinen Hebekrahnen, welche auf Tafel XIII durch Figuren 6 a, 66, 6c und 6d skizzirt sind, solche Evolutfedern zu dem Zwecke anwendet, um ein Ueberlasten derselben zu vermeiden; beträgt die Last nämlich mehr, als die Evolutfedern und der Krahn zu tragen vermögen, so wird ein Bremsbacken an die Krahnrolle gedrückt, wonach die Drehung der letzteren nicht mehr durchführbar ist.

13. Drehscheibe von Windhoff, Deeters und Comp. in Lingen. Dieselbe war eine Kreuzdrehscheibe mit vier Laufrädern. 14. Drehscheibe von Weickum. Diese in der Monographie von G. Weickum über seine Patente( Wien, 1873) und auch andern­