II. Die Fahrrichtungsanlagen.
Weichensignale.
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Bezug nehmend auf die pag. 154 gemachte Bemerkung, erwähnen wir hier unter fortlaufender Nummer auch einiger, die Signalisirung der Weichenstellung betreffenden Ausstellungsobjecte.
19. Signalsystem des Hofrathes M. M. Freiherrn v. Weber, ausgestellt durch die Fabrik für Eisenbahnbedarf, C. Thomas in Dresden.( Vergleiche Tafel XIII, Figur 5a, 5b, 5c.) Diese Firma brachte auch ein Quittirungssignal zu vier Stellungen zur Anschauung.
20. Quittirungssignal mit verbesserter, patentirter Zugvorrichtung von S. Rothmüller( Erste inländische Semaphorenfabrik zu Wien). Diese durch Figur 10 auf Tafel XI skizzirten Signale, waren Seitens der Kaiser Ferdinand- Nordbahn zur Anschauung gebracht.
21. Automatisches Distanzsignal( Disque automoteur) von Ms. Moreau, ausgestellt von dem Ministerium für öffentliche Arbeiten in Frankreich. Dieses auf der französischen Nordbahn in Verwendung stehende Signal war durch ein Modell in ein Fünftel Grösse zur Anschauung gebracht und ist durch die Figuren 313 bis 315 näher erläutert. Es charakterisirt sich vor Allem dadurch, dass der einfahrende Zug die Station gegen den folgenden Zug selbst deckt, indem diese Zugsbewegung die Scheibe auf ,, Halt" dreht und diese Bewegung durch ein elektrisches Läutewerk der Station, wie auch dem Wächter kundgegeben wird. Soll die Bahn wieder ,, frei" gegeben werden, so ist der Weichenwärter genöthiget, mittelst seines mechanischen Stellapparates( Figur 314) diese Viertelkreisbewegung der Scheibe herbeizuführen.
Was nun zunächst die automatische Umstellung durch den fahrenden Zug anbelangt, so erfolgt dieselbe dadurch, dass das erste Rad des Zuges die Klinke k( Figuren 313 und 314) niederdrückt, wodurch ein Hebelarm( vergleiche Figuren 313, 314 und 315) aufwärts gedreht und dadurch eine Klinke c emporgehoben wird. Durch diese Bewegung wird eine Sperrung an der Doppelrolle M- M, aufgehoben; die verticale Scheibenstange gewinnt die Drehfreiheit und dreht sich vermöge des Gewichtes Gund der winkelrecht gestellten Rollen n und o. Diese hier genannte Sperrung bestand darin, dass die Klinke c vor einem Absatze lag, welcher