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Objecte der Kunft und Gewerbe früherer Zeiten.
29 2 Zoll breit, mit einem breiten, filbervergoldeten Rahmen eingefafst, darauf der Befatz von ungefchliffenen Steinen und drei Emails mit den Wappen des Stiftes und Böhmens. An den Ecken Medaillons, die in Email translucide die Evangeliftenfymbole zeigen. Das vertiefte Mittelfeld theilt fich der Breite nach in drei fenkrechte Felder, davon die beiden äufseren, je vier, unter fpätgothifchen mit Perlmutter verzierten Baldachinen eingeftellte Perlmutter Reliefs[ die Verkündigung ( Doppelbild), Geburt, drei Könige, Geifelung und Kreuzestod und je einen Evangeliften] enthalten, während der in der Mitte angebrachte Cylinder die Beftimmung hat, einen Arm der heiligen Margaretha aufzunehmen. Eine fchöne fpätgothifche Architektur in Form von weitvorfpringenden Baldachinen dient oben und unten dem Cylinder zur Stütze, der aufserdem in der Mitte durch einen aus Lilienornamenten gebildeten Reifen gehalten wird.
Gelegentlich diefes aus einem Buchdeckel gebildeten Reliquiars feien noch einige koftbare Einbände erwähnt, die in die Zeit der Gothik gehören. Das eine ift ein Evangelarium, deffen Buchdeckel auf der vorderen Seite aus vergoldetem Silber mit Email und Steinfchmuck geziert ift; in der Mitte die hochgetriebene Figur des fegnenden Chriftus, von einer emaillirten Mandorla umfchlofsen und auf dem Regenbogen fitzend, im Grunde kräftige Laubranken, in den Ecken die Symbole der vier Evangeliften, fämmtliche Darstellungen, fowie die Umrahmung getriebene Arbeit, auf dem hinteren Deckel befinden fich vier Knöpfe von Berg kryftall, um das liegende Buch bequem auffchlagen zu können, nebft zwei Ringen, um dasfelbe aufzuhängen; endlich find an der unteren Seite beider Deckel Füfschen angebracht, mit deren Hilfe das Buch geftellt werden kann. Der Einband ftammt aus dem XIV. Jahrhundert, das Buch gehört der Stadtgemeinde WienerNeuftadt. Der zweite Einband ift einem Gebetbuche beigegeben, das im Minoriten klofter in Wien aufbewahrt wird. Es werden auf beiden Deckeln mittelft aufgelegter geprefster Streifen von Silber, die nicht vergoldet gewefen zu fein fcheinen, einzelne Felder gebildet, darinnen theils Heilige, theils Ornamente auf Pergament gemalt und eingelegt find, und ehemals durch durchfichtige Hornblätter überdeckt waren. Vier Felder und zwar die beiden oberen und unteren jeder Seite find mit Ornamenten ausgefüllt; im Mittelfelde der Vorderfeite ift das Bildnifs des heiligen Ricolm, auf der Rückfeite des heiligen Oswald angebracht. Neben dem Mittelbilde der Vorderfeite find vier heilige Aebte, auf der Rückfeite unbeftimmte Heilige dargeftellt. Der Rücken des Buches ift mit deffinirtem Goldftoff belegt. Als Verfchlufs des Buches find an dem vorderen Deckel zwei Goldborten befeftigt, deren Vorder theile durch aufgelegte vergoldete Silberfchliefsen geziert find. Es find zwei durch Charniere verbundene viereckige Blättchen mit vertiefter Füllung, an deren einem drei Buchstaben, an dem anderen aber ein kleiner fitzender Löwe angebracht ift. Die Buchftaben der beiden Schliefsen bilden zufammen den Namen Elsbet. Diefer Name im Zufammenhalte damit, dafs diefes Buch dem Minoriten- Convente in Wien gehört, läfst keinen Zweifel zu, dafs als deffen Befitzerin, die Herzogin Elifabeth( Ifabella) von Argonien, Gemalin Friedrichs des Schönen, eine befondere Wohlthäterin und Mitftifterin diefes Klofters, anzufehen ift. Sie ftarb am 12. Juni 1330 und wünſchte letztwillig in der Ordenskirche ihre Ruheftätte zu erhalten. Das Buch felbft, abgefehen vom Einbande, dürfte jedoch bedeutend älter fein. Zwei werthvolle Buchdeckel aus dem XV. Jahrhunderte hatte Freiherr Anfelm von Rothfchild ausgeftellt, fie find aus Silber angefertigt, theilweife vergoldet und mit gothifchen Verzierungen und Heiligenfiguren reich ausgeftattet. Auf der Vorderfeite in der Ecke die Kirchenväter, das urfprüngliche Mittelstück fehlt, und wurde durch eine mit Mafswerk ausgefüllte Scheibe nicht ganz gelungen erfetzt, auf der Rückfeite die Krönung Mariens in vollrunden Figuren und in den Ecken in Medaillons die Kirchenväter.
Bei Befprechung der ausgeftellten kirchlichen Gegenftände der Goldchmiede- Kunft haben wir ferner zu erwähnen ein Pacifi cale aus dem Domfchatze on St. Stefan, enthaltend ein von Herzog Rudolf IV. der St. Stefanskirche zu