Mufikalifche Lehrmittel.
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nach nicht wundern, wenn die Endziele der muſikaliſchen Bildung gleichfalls eine vorwiegend kirchliche Färbung annehmen und wenn, wie aus dem Folgenden hervorgeht, manche Werke- namentlich im Gebiete des Gefanges gefetzlich empfohlen werden, welche diefe Empfehlung vom künftlerifchen Standpunkte aus nicht vertragen würden. Die auf die mufikalifche Bildung bezüglichen Beftimmungen jenes Normativs lauten wie folgt:
a) Präparandenanftalten.
I. Curs( Fahr).
A. Gefang.
,, Erlernung der allgemeinen Regeln für die Stimmbildung in Bezug auf Körperhaltung, Mundftellung und Athmen. Singen der Dur- und Moll- Tonleiter. Allgemeine Mufiklehre verbunden mit verfchiedenen Treffübungen und Abfingen kleinerer Tonfätze innerhalb der diatonifchen Leiter.
B. Clavier.
Erklärung der Taftatur nach den verfchiedenen Octaven. Notenkenntnifs und Takteintheilung. Fingerübungen im Umfange von fünf Tönen. Spielen leichter Dur- und Moll- Tonleitern. Hiebei find zu benützen: Clavierfchule von Wohlfahrt, Theil 1, Etuden von Alois Schmid für fünf Noten, 100 Uebungsftücke von Czerny Heft 1, oder der erfte Anfang für Clavierfchüler von Enkhaufen.
C. Violine.
Bemerkungen über die Haltung der Violine und richtige Führung des Bogens verbunden mit Streichübungen der leeren Saiten, Spielen der leichten Dur- und Moll- Tonleitern. Uebung im Treffen der verfchiedenen Intervalle. Leichte Uebungsftücke in der erften Lage. Zu benützen ift Hohmann's Violinfchule Curs I.
II. Curs.
A. Gefang.
Treffen fchwierigerer Intervalle. Richtiges Abfingen kleiner Tonfätze mit zufälligen Verfetzungszeichen. Bei vorhandenen Mitteln werden die beiden Stimmlagen Sopran und Alt zu zweiftimmigen Gefängen verwendet. Auf das richtige Athmen ift befonders Rückficht zu nehmen.
B. Clavier.
Einüben der fchwereren Tonleitern mit beiden Händen und durch zwei Octaven. Fortfetzung der hundert Uebungsftücke von Czerny und der Schule von Wohlfahrt. Zwei- und vierhändige Sonaten von Diabelli, Mozart, Haydn, Clementi und Enkhaufen.
C. Violine.
Erlernung fämmtlicher Tonleitern. Studien leichter Etuden und Duetten zur gründlichen Erreichung der Taktfeftigkeit und des Treffens. Zu benützen ift Hohmann's Schule, Curs II.
D. Harmonielehre.
Intervallenlehre. Lehre von Confonanzen und Diffonanzen. Erkennung der auf den verfchiedenen Stufen der harten und weichen Leiter ruhenden Dreiklänge. Verbindung von zwei oder mehreren Dreiklängen mit genauer Rückficht auf reine