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Dr. Erasmus Schwab. Schulbauten und Schuleinrichtungen.
felbftgenügfam abzufchliefsen, fondern in Deutſchland die Wurzeln feiner pädagogifchen Thatkraft erblickt. Seit der Erlaffung des neuen Schulgefetzes bis zur Wiener Ausftellung waren nur vier Jahre vergangen; aber diefe Spanne Zeit genügte, um eine tiefe Kluft zu fchaffen zwifchen der Schule von ehedem und der von heute. Der Staat ringt wirklich frifch und energifch nach höheren Bildungszielen; alle Schichten des Volkes werden herangezogen zur Hebung der Volksfchule, und wenn auch die Bevölkerungsverhältniffe der öfterreichifchen Schulorganiſation manches Eigenthümliche aufnöthigen, wenn auch die Organifation der Volksfchule im Leben noch keine abgefchloffene fein kann, fo hat Oefterreichs Volk doch eine Energie im Guten bewiefen, welche allen auswärtigen Befuchern Anerkennung abnöthigte. In der Reform der Volksfchule liegt der archimedifche Punkt, durch welchen Oefterreich dauernd in die Bahnen der Verjüngung gedrängt wird, zugleich der Punkt, welcher ihm die Sympathie der gebildeten Welt fichert. So Vieles auch auf dem Gebiete der Volksfchule in Oefterreich noch zu fchaffen ift, mit Wahrheit kann ausgefprochen werden und ift durch die Weltausftellung von 1873 erhärtet:
Die Gefchichte kennt kein Beifpiel dafür, dafs ein Staat fo rafch einen fo grofsen Fortfchritt auf dem Gebiete der Volkserziehung gemacht hat, als Oefterreich mit feinem Schulgefetze vom 14. Mai 1869.