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Naturgeschichtliche Lehrmittel ; Mathematische Lehrmittel : Bericht
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Naturgefchichtliche Lehrmittel.

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ftellung wird auch immer die richtige Auswahl der abzubildenden Objecte von gröfster Bedeutung fein. So verfchieden nun die Lehrziele und der Zweck des naturgefchichtlichen Unterrichts überhaupt fein können, fo verfchieden werden' auch brauchbare Abbildungen und Wandtafeln fich ausführen laffen. Man mufs daher bei der Wahl fich zunächft den Zweck des Unterrichtes gehörig vergegen­wärtigen, da hievon die Auswahl des abzubildenden Stoffes und die Art der Dar­ftellung abhängt.

Was nun die unterfte Stufe des Unterrichtes anlangt, fo handelt es fich hier um möglichft getreue habituelle Bilder ganzer Naturproducte, wie fie der Anfchauungsunterricht erfordert. Auf diefer elementaren Stufe des Unter­richtes wird man kaum ein kräftiges Colorit der abgebildeten Gegenstände entbehren können, da die Farbe, obgleich ein naturhiftorifch häufig fehr unter­geordnetes Merkmal, durch ihren mächtigen finnlichen Eindruck das naive Auffaffungsvermögen des Kindes und des Laien befticht. Feine Ausführung und Detail- Darftellungen find hier nebenfächlich. Viel wichtiger find Darftel­lungen des Zuſammenhanges der Naturproducte mit ihrer technifchen Ver­wendbarkeit oder ihrer geographifchen Verbreitung.

Hieher gehörige Wandtafeln wurden in grofser Menge von Oefterreich, Deutſchland, der Schweiz, Nordamerika, England, Schweden und Frankreich. ausgeftellt. Manche derfelben werden nicht nur in der Volksfchule, fondern auch in den Mittelfchulen mit Vortheil benutzt werden können.

Die elementarften Bilder diefer Art umfaffen auch Manches aus dem Aufchauungsunterricht, was nicht zur Naturgefchichte gehört und find fowohl in Form von Wandtafeln, als auch in Form von Bilderbüchern erfchienen und verwendbar.

In der öfterreichifchen Unterrichts- Ausftellung waren aus Prag, Olmütz und Wien hieher gehörige Verlagsartikel ausgeftellt. Ein älteres, aber be­merkenswerthes Werk aus Prag ift Dr. Amerling's Orbis pictus major, der in feiner colorirten Ausgabe in 15 Heften recht brauchbare gröfsere Bilder enthält, wie es fcheint, aber nur wenig Verbreitung fand. Weit bekannter und ge­bräuchlicher find die im Verlage von F. Tempsky herausgegebenen Giftpflanzen von J. Patek( 8 Foliotafeln). In Prag erfchien ferner bei Kober ein guter Atlas zur Botanik von J. Klika und ein Käferbuch von demfelben Verfaffer mit fein colo­rirten zahlreichen Bildern, welche fich den befferen deutfchen, namentlich württem­berg'fchen Erfcheinungen diefer Art würdig an die Seite ftellen. Der Umftand, dafs der Text diefer Bilderwerke in böhmifcher Sprache erfchien, fetzt der weiten Ver­breitung derfelben unüberfteigliche Hinderniffe entgegen. Man bemerkt nämlich überhaupt, dafs jede Nation ihre eigenen naturhiftorifchen Bilderwerke für den Elementarunterricht hat, welche durch ihre Auswahl, noch mehr aber durch den meift in der Mutterfprache beigedruckten Text eben nur innerhalb der Landesgrenzen Verbreitung finden, im Auslande hingegen unbekannt find. Kleinere Nationalitä ten haben hier einen um fo fchwierigeren Stand, als fchon die Koftfpieligkeit guter Bilderwerke bei geringem Abfatz die Herausgabe folcher Werke nicht lohnend erfcheinen läfst und häufig auch die nöthigen künftlerifchen Kräfte zur Ausführung fehlen. Mit gröfserem Vortheile werden daher in folchen Fällen gute Bilderwerke benachbarter Culturvölker zu benützen fein und die einheimifche In­duftrie verfucht fich zunächft mit Nachbildungen derfelben, wie an mehreren Bei­fpielen in der öfterreichifchen und ungarifchen Unterrichtsausftellung zu fehen war. Die thätige Firma von E. Hölzel in Olmütz lieferte für den natur­gefchichtlichen Anfchauungsunterricht ebenfalls Wandtafeln für Schule und Haus ( 16 Tafeln), fowie den kleinen naturgefchichtlichen Schulatlas von C. Heller zum Handgebrauch der Schüler, nebft fünf morphologifchen Tafeln zur Natur­gefchichte des Pflanzenreiches und 12 zootomifchen Tafeln zur Naturgefchichte des Thierreiches von demfelben Verfaffer. Auch vier grofse Tafeln mit Abbil­dungen efsbarer und fchädlicher Schwämme von F. Marquardt und zwei Tafeln