251 Papierblumen.
Carmin und Rosafarbe getauchten Pinsel auf. Die Feuchtigkeit der Blätter verhindert, daß die Farbe weiter aufwärts steigt als erforderlich ist. Damit die Blattspitze weiß bleibe, feuchte man dieselbe nochmals mit Wasser an. Nachdem sämmtliche Blätter angemalt und trocken sind, umzieht man die Stelle in der Mitte, wo die Rosafarbe am lebhaftesten ist, mit einer leichten rosafarbigen Linie, welche alsdann die Einfassung derselben bildet. Nun sind in der Mitte des Schiffchens, der Länge nach, mit der Pincette mehrere Furchen zu bilden und wird dasselbe alsdann am oberen Rande und an den Seiten, und besonders vorsichtig an der Stelle geboult, wo es sich nach vorn umlegt; die Flügelblättchen werden in gleicher Weise geboult. Nach dem Muster Nr. 3 schneidet man nun aus gelbgrünem Papier einen kleinen, vierspaltigen Kelch und aus demselben Papier ein kleines Carre und bildet aus dem letzteren durch Zusammendrehen eine sogenannte leere Aehre. Diese stellt das Pistill dar, das man an die Spitze eines Stiels befestigt. Um dasselbe werden nun mit Seide die Flügelblättchen so gebunden, daß die ausgeboulten Stellen sich berühren und dadurch das Pistill mehr oder weniger verborgen wird, je nachdem die Blume mehr oder weniger entwickelt ist. Nun füge man die eoriiin derartig an, daß sie an den nicht - geboulten Theil der Flügelblättchen zu stehen kommt. Um hier kein Versehen zu machen, beobachte man ein natürliches Modell. Nun setze man den Kelch mit Leim an und sind zwei Blättchen desselben hinter die eorinn und eines vor dieselbe zu placiren; das letzte Kelchblättchen kommt hinter die beiden Flügelblättchen zu stehen.