Dokument 
Künstliche Blumen aus verschiedenem Material als: aus Stoffen, Papier, Gold, Silber, Wolle, Chenille, Perlen, Band, Federn, Haaren, Muscheln, Fischschuppen, Wachs und Leder naturgetreu herzustellen ; nebst einem Anhang über Blumen- und Farben-Symbolik ; ein Handbuch für Blumenarbeiterinnen, Modistinnen und Dilettantinnen ; nach französischen Quellen bearbeitet und ergänzt ; illustrirt mit 370 in den Text gedruckten Holzschnitten und einem chromolithogr. Titelblatt / von Mathilde Clasen-Schmid
Entstehung
Seite
255
Einzelbild herunterladen

Papierblumen.

255

Die zarten Wickelranken dieser Schlingpflanze lassen sich sehr leicht nachbilden. Man nimmt hellgrüne, offene Seide, zieht sie durch flüssigen Leim, läßt sie trocknen und windet sie spiralförmig nur einen Pfriem, und um den Auslauf der Ranke zu bilden schließlich noch um eine Stecknadel. Zieht man nun den Pfriem und die Stecknadel aus der spiralförmigen Windung, so hat man eine sehr natürlich ge­wundene Ranke. In ähnlicher Weise krümmt man den sehr feinen, mit grünem Papier umwundenen Draht des Blu­menstiels über eine entsprechende Holzform.

Die Blumen werden nun an einen feinen, biegsamen Hanptstiel ausgezogen, so daß sie in ziemlich regelmäßigen Entfernungen zu stehen kommen. Schließlich befestigt man noch die Wickelranken an solchen Stellen, wo diese in der Natur vorzukommen Pflegen, und versehe den Hauptstiel mit Blätterstielen, ähnlich wie unser Vorbild dies angiebt.

Nr. 1.

Nr. 3.

Nr. 2.