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3ufriedenheit erworben, so fühle ich mich reich belohnt. Ich wage noch die Bemerkung, daß von der französischen und von der englischen Groupe hier direkt noch gar nichts angebahnt worden ist, daß jedoch die vom Pascha erreichte Bewilligung zu den Vorstudien auch für Frankreich und England gelte. Am 18. machte ich einen Besuch bei Linant und überreichte ihm die Instruktionen. Hier traf ich H. Lambert Bei, Vorsteher der technischen Schule in Egypten und Direktor des Fabritwesens. Er ist ein vertrauter Freund Linants und Enfantins und vollkommen in die Angelegenheiten des Suez- Canals eingeweiht und scheint eine Stütze des Unternehmens zu sein. Enfantins Sohn lebte lange in seinem Hause.
Nachdem beide Herren die Instruktionen aufmerksam gelesen, fanden sie dieselben trefflich und sprachen den Wunsch aus, daß es uns möglich werde, die durch die Instruktionen gestellte Aufgabe zu lösen. H. Linants Meinung geht dahin, daß wir die Aufnahme bei Damiette beginnen und über Tineh bis auf 2 Meilen östlich von diesem Orte fortsetzen sollen, da es nötig ist, daß man nicht bloß den Ort genau kenne, wo ein Hafen angelegt werde und wo der Canal ausmündet, sondern auch den Teil der Küste, an welchem die Schiffe, welche bei sehr ungünstigen Witterungsverhältnissen nicht in den Hafen einlaufen können, lavieren, oder vor der Rhede liegen können. Die Ausmündung des Canals bestimmte er an dem Plate, an welchem er in dem von ihm verfaßten Plane bereits bezeichnet ist. Er hat angegeben, daß wir unser Lager nicht auf dem Schiffe, sondern an der Küste bei Tineh aufschlagen sollen, da wir uns hier vor jeder ungünstigen Witterung, besonders vor der drückenden Hize am besten schützen können. Das Wasser müssen wir durch ein zu diesem Behufe bestimmtes Schifferboot aus dem See Manzalek holen lassen, da wir in der ganzen Umgebung in der wir arbeiten werden, kein Wasser finden, das ge= trunken werden kann.
Die Gouverneure von Alexandrien, Mansura und Damiette sind vom Pascha angewiesen alles herbeizuschaffen, was zur Förderung unserer Arbeit nötig ist. Bei Beobachtung der Witterungsverhältnisse sollen wir besonders genau vorgehen und diese Beobachtungen sowohl zu Land, als zu mehreren Malen im Meere vornehmen, da zu gleicher 3eit die Witterung auf dem Observatorium in Cairo beobachtet werden wird, um die Differenzen zu eruieren. Uebrigens seien die Instruktionen so verfaßt, daß sie alles enthalten, was er uns nur immer bemerken könne. Der Pascha hat den Befehl gegeben, daß ihm die Instruktionen