— 14 —
uordostwärts flüchtenden Teilen des Gegners und Abdrängen derselben in südöstlicher Richtung dem Sandfelde zu. —
Der Höhepunkt des Herero- dramas ist überschritten. Das nicht erheblich scheinende tatsächliche Ergebnis war doch ein voller taktischer Erfolg, insofern der Gegner in ungünstigste Richtung geworfen war. Es gestaltete sich unter einer überaus schwierigen, mit bewunderns- werter Tatkraft und Nachhaltigkeit durchgeführten Verfolgung zu einem Siege von entscheidender Bedeutung.
Das Schicksal des stolzen HererovolkeS wurde mit Hilfe der Natur seines eigenen Landes schneller und gründlicher besiegelt, als die zahlreichste, mit allem auf das beste versehene Weiße Truppe es vermocht hätte. Der Kaiserliche Dank und die vollste Anerkennung, die Führer und Truppe wurden, gaben jenen Tagen die rechte Weihe.
In die nördliche Flanke des Rückzuges wurden die Abteilungen Estorff und Volk- Sandfeid mann entsandt mit dem Auftrage, den Gegner östlich zu umfassen. Um ihn südwärts zu überholen, marschierte die Abteilung Deimling in zwei Kolonnen über Otjosondu und südlich vor, während von Windhuk die Abteilung Heydebreck nach Epukiro in Marsch gesetzt wurde. Abteilung Mühleufels folgte Richtung Orutjiwa.
Nach kurzem Halt in Gegend Otjimbinde Ende August setzten die Hereros ihre Flucht nach Osten dem Eiseb- und nach Südosten dem Epukirorivier folgend fort, nur vereinzelt noch zum Kampfe gestellt. Erst im Westrande des Sandfeldes bei Epata und bei Otjimanangombe- Ganas stauten sich die dem Tode des Verdurstens geweihten Massen, von ihren voraneilenden Kapitänen verlassen. Aber dem Vorstoß der deutschen Abteilungen längs des S-pt. Eiseb und imEpukiro- rivier hielten sie nicht mehr stand; auch der kühne Marsch des Deta- chements Klein Epukiro abwärts traf nur aufNach- zügler. Der Todeszug,
Unterworfene Witboois marschieren nach Windkmk im Februar lSÜü.
Lbcrlcutnant Wilm mit bcr Komvagnie von Zaris nach Namscb marschierend.