Wir waren bereits am Fuße des Berges angekommen, als ich einen Kapitän im weißen Anzüge bemerkte, der mit lauter Stimme seine Befehle gab. Eine Salve unserseits, und weg war er. Ein höllisches Feuer war nun die Antwort. Es blieb uns nun nichts anderes übrig, als zu versuchen, quer durch die Schlucht auf der anderen Seite 'rauszukommen. Die Feinde schienen dies zu bemerken; denn plötzlich bekamen wir von drei Seiten Feuer. Um uns nun vollständig zu umzingeln, versuchte eine Bande den Eingang der Schlucht zu verlegen. Doch sie hatten glücklicherweise ihre Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die mit Sehnsucht von uns erwartete Nachspitze (Führer Gefreiter Lichterfeld) hatte bei Beginn des Schießens sofort den Eingang der Schlucht besetzt und empfing die vorstürmenden Hottentotten mit wohlgezieltem Feuer. Unter großem Geheul verschwanden sie eilig in die Büsche.
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II.
„Nur nicht lebendig in ihre Hände kommen!"
Durch dies Eingreifen faßten wir wieder Hoffnung. Doch der Feind rückte jetzt wieder vor — näher und näher, unsichtbar von Busch zu Busch kriechend, ausgezeichnet schießend, und brachte nach ungefähr drei Stunden die tapfere Nachspitze zum Schweigen. Von unserem Offizier und der Spitze war auch nichts mehr zu hören. Der Tod war uns sicher, doch wir wollten unsere Haut so teuer wie möglich verkaufen. Jede Deckung benutzten wir, bald vor-, bald rückwärts- kriechend. Einer machte den andern auf seine Fehler aufmerksam. Endlich gelang es uns, den Feind nach vier Stunden zurückzujagen. An der Höhe waren wir wohl angelangt, aber wie sahen wir aus? Gefreiter Koy war mit einem Schuß durch den Bauch ein paar Schritte hinter uns liegen geblieben. Gefreiter Schäfer hatte einen Beinschuß, ich hatte bereits fünf Schüsse bekommen. Einer davon hatte mir den rechten Zeige- und Mittelfinger mitsamt dem
Teutsche Reiter in Südwcil. ^