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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika ; nach persönlichen Berichten / bearbeitet von Friedrich Freiherr von Dincklage-Campe
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alles rot von der furchtbaren Anstrengung und Aufregung. Wir machen halt und erwarten die Explosion. Unaufhörlich schwirrt und summt es um uns herum. Krampfhaft umspannen die Hände die Waffe; wie Tiger liegen wir zum Sprung bereit, da läßt das Feuer von rechts nach, unsere Kompagnie hat angegriffen. Zu gleicher Zeit hat unser rechtes Flügelgeschütz unsere Bedrängnis bemerkt, es schwenkt und donnert einen gutgezielten Schuß zwischen unseren linken Gegner. Im Nu ist bei uns alles auf den Knien, un­bekümmert um die immer noch zahlreich schwirrenden Geschosse. Das Schlimmste ist ja überstanden. Langsam weicht der Feind, und jetzt können wir, Gott sei Dank, drängeln. Bald wird das Drängeln lebhafter, und nun der erste Sprung. Noch einmal kommt das Ge­fecht zum Stehen vor der Hauptstellung, aber es nützt dem Gegner nichts mehr. Von rechts drängt jetzt die Kompagnie lebhaft, bald hören wir das ersteHurra!", ein Zeichen, daß die erste Stellung erstürmt ist. Dann brechen auch wir vor in mächtigem Sprunge bis an den Fuß der Höhe, wo wir beinahe im toten Winkel zum Gegner stehen, und dann geht's den Berg

da»» geht'S den Ber» binar,, den wir keuchend und vuilend erklimmen."

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