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jedoch auch von beiden Seiten mit einem Geschoßhagel beschüttet. Der Trompeter Reich, die Reiter Ardelt und Groth erhielten tödliche Schüsse, Pelka wurde verwundet. Da die Stellung von den wenigen Leuten gegen den inzwischen auf etwa 200 Mann angewachsenen Gegner, der schon auf etwa 100 Meter heran war, nicht mehr zu halten, entschlossen sich die noch wenigen kampffähigen Reiter, um eine vollständige Einschließung zu vermeiden, bis zu einer etwa 50 Meter dahinter gelegenen Bodenerhebung zurückzugehen. Der Gefreite Groth, welcher von zwei Mann, schwer verwundet, zurückgebracht werden sollte, erhielt in diesem Augenblick den Todesschuß. Kurz zuvor hatte derselbe seine Kameraden noch gebeten, ihn doch liegen zu lassen. Die Kameraden sollten sich lieber eine tüchtige Deckung suchen und von da aus versuchen, den Gegner in Schach zu halten; denn so nahe bis zu ihm selbst würden sich dieselben wohl nicht heranwagen. In der neuen Stellung wehrten sich die wenigen noch Kampffähigen mit dem Mute der Verzweiflung; denn in jedem Augenblick mußte doch die Batterie, auf den Gefechtslärm hin, zu Hilfe kommen.
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Offiziere und Unteroffiziere der 4. Ersatzkumpcignie 1904.
I. Hauplmann Arnold, H. Oberleutnant von Alt-Stutterheim, III. Leutnant Freiherr Hiller von Gartringen, IV. Leutnant von Bönninghausen, V. Leutnant Schaumburg, VI. Leutnant von Gersdorff, VII. Feldwebel Mesech.
Schon war der Feind bei unseren zurückgelassenen Toten angelangt und nahm ihnen die letzte Rahmenmunition, als er die von hinten anrückende Batterie erblickte. Bei dem schwierigen Gelände konnten die Geschütze nicht gefahren werden, sondern wurden stückweise von Tragetieren im Schritt vorwärts gebracht. Sobald die Batterie heran war, brachten die flinken Kanoniere schnell die Geschütze in Stellung und schlugen den Angriff der nunmehr vorstürmenden Hottentotten siegreich zurück. In diesem Gefecht war es auch, wo der berühmte Führer Morenga durch einen Granatsplitter verwundet wurde. Sein sinnreich angelegter Plan war, in natürlicher Felsschlucht die Batterie, deren demontierte Geschütze nicht sofort gefechtsfähig sein konnten, gefechtsunfähig zu machen und sich dann sofort auf die das Beutevieh transportierende kleine Abteilung zu werfen. Durch die Tapferkeit der kleinen vorangegangenen Abteilung war seine Absicht zunichte geworden. Der sonst so wortkarge Führer der Batterie sprach dieses Verdienst auch unverhohlen den wenigen Überlebenden aus. Das Militärehrenzeichen 2. Klasse war der Lohn für ihr tapferes Aushalten.
Der Führer, Gefreiter Pelka, jedoch hat das von allen so begehrte schwarzweiße Band nicht mehr tragen können: er starb wenige Monate später den Heldentat.