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einige Tragtiere fortbewegten, war aufgezehrt. — „Viel Steine gab's und wenig Brot!" heißt's in einem alten Liede.
Am 17. März verließ diese kleine Abteilung, welche nur aus Freiwilligen bestand, die Kompagnie; bei dieser Gelegenheit gab der Kompagniechef, Hauptmanu Arnold, dem Führer und den Leuten kurze Anweisung über die Ausführung des zukünftigen Marsches. Unter den letzteren befand sich auch der Gefreite Groth, welcher sich schon im Chinafeldzug das Militärehrenzeichen 2. Klasse verdient hatte. Diesen belobte der Kompagniechef noch insbesondere über sein tapferes Verhalten während des letzten Gefechts und versprach demselben die alsbaldige Beförderung zum Unteroffizier als Wohl das zunächst er- ringenswerteste Ziel. Der Brave, der sich herzlich darüber freute, sollte den Erfolg nicht mehr erleben.
Die kleine Abteilung schloß sich bis zur Wasserstelle Garis der Halbbatterie des Hauptmanns von Kleist, welche mit der Kompagnie von Stocki das Beutevieh nach Keetmannshoop bringen sollte, an.
Der Aufenthalt an dieser Wasserstelle dauerte aber dem pflichteifrigen Gefreiten und seinen Leuten zu
lange, er bat den Hauptmann von Kleist am 18. früh um die Erlaubnis, vorausmarschieren zu dürfen. Diese Bitte wurde demselben auch gewährt.
Das Gelände aber, schon ein Kilometer von der Wasserstelle entfernt, ist sehr unübersichtlich; die kleine Abteilung ging infolgedessen, eingedenk der Mahnung des Hauptmanns, ausgeschwärmt vor. Plötzlich erhielt sie ein mörderisches Feuer von einer wohl um das Zehnfache stärkeren Hottentottenbande. Die kleine Abteilung, obwohl das Vergebliche einsehend, begann sich sofort mit dem Aufgebot aller Kräfte gegen den anstürmenden Gegner zu wehren; denn allen war der Zweck dieses Angriffes sofort klar. Es galt, das in Narudas abgenommene Vieh der nachfolgenden Abteilung wieder abzunehmen. Nach kurzer Zeit wurden die Braven
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Felvwebel Gustav Mesech.
Hauvkuiann Arnalv und Bursche.