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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika ; nach persönlichen Berichten / bearbeitet von Friedrich Freiherr von Dincklage-Campe
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Es war eine Freude, die Reiter kämpfen zu sehen. Niemals hat ein einziger die Geistesgegenwart verloren, obwohl eine Leitung im dichtesten Dorn­busch fast unmöglich war. Besondere Kalt­blütigkeit zeigte der Sergeant Steinert. Reiter Battige wurde verwundet.

II.

Dem Mutigen gehört die Welt."

Im Dezember 1904 erhielt die 2. Kompagnie 2. Feldregiments den Befehl, von Epukiro nach Windhuk zu mar­schieren, um von hier aus an dem Hotten­totte nfeldzug teilzunehmen.

Am 7. Dezember marschierte der Zug des Leutnants Freiherrn von Hammerstein über Kanduwe nach Ke- horo. Während der Zug über Okat- jekuri auf Okasewa weitermarschierte, wurde der Sergeant Steinert mit vier Reitern über Kapaue - Otjiaha auf Okasewa vorgesandt, um in der rechten Flanke aufzuklären.

Des Morgens bemerkte die Patrouille an den Otjihangwebergen mehrere kleinere Feuer. Es war kein Zweifel, hier mußten Hereros sitzen. Sergeant Steinert, ein in allen Gefechtslagen erprobter und energischer Afri­kaner, erkannte sofort, daß hier nur durch rasche Benutzung des Augenblickes ein Erfolg zu erreichen sei. Er ließ die Patrouille mit weiten Zwischenräumen ausschwärmen und ritt im Galopp auf die Feuerstellen zu.

Hier hatten sich etwa 50 Hereros nieder­gelassen. Durch das plötzliche Erscheinen

der Reiter waren die Hereros so sehr über­rascht, daß sie nach nur kurzem Feuergefecht in die Berge flohen. Mehrere Gewehre wurden erbeutet.Dem Mutigen gehört

die Welt."

Auszug aus deni Tagebuch des Leutnants Freiherrn von Hammerstein,

2. Kompagnie 2. Feldregiments (jetzt im Garde-Grenadier-Regiment Königin Augusta).

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Leutnant Freiherr von Hammerstein.

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Hauvtmann Manger. Leutnant von Amel», Haulitmann Wilhelmt.