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Erkundigungsritt von Rehoboth bis nach Gibeon vorgedrungen. Die nächsten kleinen Stationen wurden aufgesucht, und mitten durch den Feind brachte die Schar allenthalben die langersehnte „Hilfe". Über verwüstete Farmen hin gelangte man auch zur Station „Falkenhorst", — mit einigen Picken und Schaufeln, um den Totgesagten die letzte Ehre zu erweisen. Aber wer wäre wohl imstande, die Freude zu beschreiben, als ich dem Patrouillenführer vorschriftsmäßig die Station melden konnte. Und wer von den harten Kriegern hätte nicht ein stilles Dankgebet gesprochen?
Dammköhler,
Sergeant der Kaiser!. Schutztruppe f. D.-Südwestafrika, 2. Feldsignal-Abteilung, z. Zt. Chamis (Post Keetmannshoop).
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Aus dem Gefecht bei Aob (Große Karrasberge).
10. März 1905.
Froh, endlich den beinah' legendenhaft gewordenen Morenga in seinem als unüberwindlich geltenden Felsenhorst, den Karrasbergen, die deutschen Waffen fühlen lassen zu können, war die Kolonne Kirchner, welche mit den Abteilungen von Kamptz, von Koppy und von Lengerke unter dem Oberbefehl des Oberst Deimling stand, am 4. März von Keetmannshoop aufgebrochen und den weithin sichtbar werdenden Karrasbergen zu marschiert. Die Abteilung bestand aus zwei Jnfanteriezügen unter den Leutnants Fürbringer und Beermann, sowie aus einem Zug der 9. Batterie unter Leutnant d. N. Wolfs. Als Detachementsführer fungierte Hauptmann Kirchner, dem als Landeskundiger Leutnant a. D. von Quitzow, ein schon im Burenkriege erprobter alter Afrikaner, beigegeben war. Am 6. März traf noch ein Zug Maschinengewehre der 2. Abteilung unter Oberleutnant Freiherrn Grote (zugeteilt Oberleutnant z. S. Schneider) als Verstärkung
bei der Abteilung Kirchner ein. Um den von Oberst Deimling gegebenen Befehl, am 11. März 1905 das Lager Morengas bei Narudas angreifen zu können, auszuführen, wurde flott marschiert. In dem täler- und schluchtenreichen Gelände wurden bei der glühenden Sonne an Menschen und Tiere die größten Anforderungen gestellt. Auch machte sich der Mangel an Wasserstellen sehr bemerkbar. Am 9. März 1905 erreichte das Deta- chemeut die Wasserstelle Kofis. Am 10. brach es mit größter Vorsicht und peinlichster Marschsicherung in der Richtung Gaitsames (an der Pad nach Narudas) auf. Bis gegen Mittag ging der Marsch ohne jede Störung vor sich, auch das Gelände wurde flacher, nur ab und zu mußte die Truppe tiefeingeschnittene, trockene Flußriviere Passieren. Ein dichter Heuschreckeuschwaxm verdunkelte die Gegend. „Grade wie bei Hamakari," meinte ein alter Schutztruppler, der beim Waterberg dabei war, „nun wird's Wohl bald losgehn!" Um 3 Uhr erreichte die Spitze eine Fläche, zirka 800 Meter
Oberleutnant Freiherr Grote.