Dokument 
Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika ; nach persönlichen Berichten / bearbeitet von Friedrich Freiherr von Dincklage-Campe
Entstehung
Einzelbild herunterladen

^/>P« X ^

L«.

ir,

s M

r '/

Aus dem Gefecht von Groß-Nabas, 3. Januar 1905,

Bei dem Versuche, das Geschütz am weitesten links zurückzuziehen, erhielt, schon verwundet, Leutnant d, Rest Sempcr den zweiten tödlichen Schutz in den Unterleib, Er kommandierte noch:Mit Kartätschen geladen!" dann wurde er fortgetragen und verschied, Leutnant Frei Herr Sentier von Lötzen mit einigen Leuten der 5, Kom­pagnie sowie llnterossizier Köhler und Gefreiter Schulz vom Nachbargeschütz eilten herbei und zogen das Geschütz zurück. Doch jetzt stürzte sich der Feind auf das verlassene Geschütz, ungeachtet des Schrapnellscuers des rechten

Flügelznges, In diesem kritischen Momente eilte Leutnant von Sentier mit seinen wenigen Leuten wieder herbei und schlug nach hartnäckigem Ringen die Hottentotten zurück das Geschütz war gerettet, aber Unteroffizier Müscher war gefallen, Am rechten Flügel bediente der verwundete Gefreite Endretz allein noch sein Geschütz, bis auch er tödlich getroffen war. Beim zweiten Geschütz wehrte Oberleutnant Lauteschläger den vordringenden Feind mit Kartätschen mannhaft ab. Dann traten Reiter in die Stellen der gefallenen Kanoniere,"

Beilage zu:Dincklage, Deutsche Reiter in Südweft.

Deutsches Berlagshaus Bong L Co,, Berlin rv. 57.