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Alexander Poppović.
Nähe der Fenfter untergebrachten Kochkeffeln. Von diefem Hauptrohr führt ein mit einem Dampfwechfel verfehenes Abzweigrohr nach jedem ifolirt ftehenden Kochkeffel. Diefe Kochapparate beftehen aus zwei halbkugelförmigen in einander gefetzten Kupferkeffeln, von denen der Innere gut verzinnt ift. Zwifchen beiden Keffeln befindet fich ein Zwifchenraum zur Circulation des Dampfes. Am tiefften Punkte des äufseren Keffels befindet fich das Ablafsrohr für das Condenfationswaffer. Die Abführung des Condenfationwaffers gefchieht mittelft fogenannter automatiſcher Condenſationstöpfe, welche für mehrere kleinere Apparate gemeinfchaftlich angeordnet werden können.
Man verbindet eine weitere Ausnützung des Dampfes durch Anlage von fogenannten Tellerwärmern, welche in Form von Schränken und mit Dampffchlangen verfehen find.
Die Erfparniffe an Zeit, Feuermaterial, Betriebs- und Bedienungskoften find fo bedeutend, dafs bei jeder Dampf- Kochanlage von nur einigermafsen Umfang die Anlagekoften im Zeitraume weniger Jahre vollkommen amortifirt werden, es kann daher deren Anwendung mit Rücksicht auf die vielen Vortheile und Annehmlichkeiten, denen gegenüber gar kein Nachtheil entſteht, nicht genug empfohlen werden."
Der Berichterftatter hat diefer Befchreibung nichts zuzufügen, als dafs diefe Küche auch nach dem Modelle fich empfiehlt, und dafs fich die Ausfteller zur Anfertigung von Ueberfichten, Koften- und Rentabilitätsberechnungen erbieten.
Mehr als die ftabilen Garnifonsküchen, welche hauptfächlich vom ökonomifchen Standpunkte in Berücksichtigung gezogen werden, verdienen die Feldküchen Aufmerksamkeit.
Wer dem Soldaten im Felde mit Theilnahme gefolgt ift, mufs die Wahrnehmung gemacht haben, dafs beim Bezuge des Bivouacs nach einem mehrere Meilen zurückgelegten Marfche oder nach einem überftandenem Gefechte das Bedürfnifs fich mehr im Anftreben nach Ruhe und Schlaf als nach Nahrung äufsert.
Bei folcher körperlicher Dispofition ift das Faffen des Fleifches und Gemüfes, das Herbeiholen des nicht immer in der Nähe befindlichen Waffers und Holzes und endlich das mehrere Stunden erheifchende Kochen des zähen Fleiſches und der harten Bohnen eine wahre Qual.
Bei folcher Wahrnehmung liegt wohl die Idee fehr nahe, die Truppen mit transportablen Feldküchen zu verfehen, in welchen die Speifen während des Marfches bereitet und gleich bei Bezug des Feldlagers ausgetheilt werden können. Eine folche menfchenfreundliche Idee liegt in der nach Syftem Locati exponirten Feldküche für Truppen für 2.500 Mann ausgedrückt.
Die Einrichtung der auf einem grofsen und weitgeleifigen Wagen mit 12 grofsen Kupferkeffeln( 6 von jeder Seite) und einem Durchgang in der Mitte aufgeftellten Küche fcheint, fo wie die Vorrichtung für die Beheizung, fehr praktiſch zu fein.
Eine nähere Auseinanderfetzung bezüglich der Conftruction und Behandlung konnte nicht erlangt werden, wefshalb auch der bei blofser Befichtigung fich regende Zweifel über die grofe Ausgiebigkeit der Küche aufrecht erhalten werden mufs.
Nach gewöhnlicher Schätzung des Faffungsinhaltes der Keffel dürften wohl nicht 2.500 Mann, fondern beiläufig ein Dritttheil auf einmal abgefpeift werden können, es wären fonach beiläufig per je ein Bataillon eine folche Küche und für den Stand einer Infanterie- Truppendivifion beiläufig fünfzehn folche Küchen nöthig.
Es ift wohl fchade, dafs diefe Küchen für die in vorderfter Reihe ftehenden Truppen durchaus keine Verwendung finden können, weil hiemit, entgegen dem nnausgefetzten Beftreben des k. k. öfterreichifchen Generalftabes auf Verminderung, eine grofse Trainvermehrung zugelaffen werden müfste.