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Allgemeine Bewaffung und Artilleriewesen : (Gruppe XVI, Section 2) ; Bericht / von Gustav Semrad u. Johann Sterbenz
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Allgemeine Bewaffnung und Artilleriewefen.

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indem fie Gufseifen als Rohrmaterie wählten, ein Feldgefchütz gefchaffen, welches in Bezug feiner Wirkfamkeit das alte um ein fehr Bedeutendes übertrifft.

Der Umftand, dafs wir hier einer ganz neuen Schöpfung gegenüber ftehen, welche für den Fachmann nach vielen Richtungen hin ein fchätzenswerthes Studienobject bildet, erklärt es, dafs wir uns mit derfelben eingehender befaffen. Die Rohre find Vorderlader, aus Gufseifen und mit dem bekannten, vom General Wrede modificirten la Hitte'fchen Zugfyftem verfehen.

Für diefelben wurden jetzt Hohlgefchoffe von 1 gröfserem Gewichte angenommen. Diefe unterfcheiden fich von den alten Sprenggranaten durch ihre gröfsere Länge und dadurch, dafs fie zwei Reihen Führungswarzen nebft den nahe am Gefchofsboden eingefetzten meffingenen Centrirungswarzen befitzen. Die frühere Conftruction der Warzen, fowie die Legirung des Materials der­felben wurden beibehalten. Durch die Vermehrung des Gefchofsgewichtes bei ungeändertem Kaliber wurde eine günftigere Belaftung des Querfchnittes erzielt, die Vermehrung der Warzen hatte hingegen eine beffere und ruhigere Führung zur Folge, wodurch der Gefchwindigkeitsverluft reducirt, die Treffwahrfcheinlich­keit aber erheblich erhöht wurde.*

Die Ausdauer fowohl, als auch die Unempfindlichkeit der fchwedifchen Rohre ift eine fehr bedeutende. Ein ausgeftelltes, zerfägtes Kanonenrohr von 3:24 Zoll( 9.6 Centimeter) zeigte fich im Patronen- und Gefchofslager wenig, im gezogenen Bohrungstheil unmerklich von den Pulvergafen angegriffen, obwohl aus demfelben 1300 Schüffe abgegeben worden waren.

Wir kommen nun zur Laffete.( Fig. 14 und 15.)

Die in der Gegend der Achfe parallelen, mit Winkeleifen eingefafsten Wände derfelben convergiren allmälig gegen den fchmalen, mit Eifenblech verkleideten Protzftock, und find an der Stirne, dann hinter der Achfe in der Gegend der Richtmafchine mittelft Blechen verbunden.

Unmittelbar hinter dem Protzftock befindet fich ein Protznagel- Steg a mit Haken, welch' letzterer zum Einhängen der Protzkette dient.

Die Richtmafchine befteht zunächft aus einem eifernen cylindrifchen Gehäufe b, welches mit Zapfen verfehen ift, die in den Lagern c der Laffeten­wände ruhen. In diefem Gehäufe befindet fich eine am unteren Ende mit einem conifchen Rade verfehene Schraubenmutter d, in welcher die mit dem Rohr ver­bundene Richtfpindel e fteckt. In das Conusrad greift ein anderes f ein, welches auf einer fchräg geftellten, mit einem Handrädchen g armirten Spindel aufgefteckt ift. Diefe Spindel lagert in zwei quer über die Laffetenwände gehenden Schienen h, von denen eine auf den oberen, die andere auf den unteren Winkeleifen auf­genietet ift. Der untere Theil der Spindel ift durch einen ledernen Schlauch gegen Verunreinigung gefchützt.

Die Achfe ift aus Stahl erzeugt, hat einen vierkantigen Achsftock und abgebogene conifche Achsftängel. An den Enden des Achsftockes find eiferne Spreizftangen i aufgebracht, welche mit den Laffetenwänden durch einen die­

* Mit Rückficht auf die Vermehrung des Gefchofsgewichtes glaubte man fich im Inter­effe der Rohrausdauer zur Herabfetzung der Ladung von 1'3 auf 11 Kilogramm bemüffigt, wonach auch die Anfangsgefchwindigkeit von 400 auf 340 Meter fank. Nach den Ergebniffen eines kürzlich infcenirten und mit günftigem Refultate zu Ende geführten Verfuches mit 15 Kilogramm Ladung, bei welchem eine Anfangsgefchwindigkeit von über 400 Meter erreicht wurde, ohne dafs fich beim Rohre verderbliche Einflüffe kennbar machten, dürfte jedoch die Ladung von 1'5 Kilogramm als normale eingeführt werden.

Die wahrfcheinlichen Fehler beim Schiefsen mit Sprenggranaten in der Entfernung von 2000 Meter ergaben fich: mit 13 Kilogramm Ladung und 5'9 Kilogramm fchwerem Gefchoffe in der Länge 2'3 Meter,

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Breite 1'9 Meter;

bei 11 Kilogramm Ladung und 78 Kilogramm fchwerem Gefchoffe

in der Länge 116 Meter,

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Breite 1'4 Meter.