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Guftav Semrad und Johann Sterbenz.
Fig. 14.
felben durchfetzenden Bolzen/ verbunden find, und fo die Laffete und Achfe verfteifen.
Auf beiden Seiten der Laffete befindet fich zwifchen diefer und dem Rade ein Achsfitz, welcher auf drei Puffern/ aus Kautfchukfcheiben und dazwifchenliegenden Eifenplatten ruht. Von diefen Puffern ift einer auf der Spreizftange, während die beiden anderen vor der Achfe auf den damit verbundenen Auftrittftegen m befeftigt find.
Die gepolfterten Sitze find mit einer mit Schnüren durchflochtenen Lehne verfehen, und auf jedem Schilddeckel ein hölzerner, hornförmiger Griff zum Fefthalten für den fahrenden Mann angebracht. Unter jedem Achsfitze ift ein niederes Fach hergerichtet; in dem rechten werden drei Büchfenkartätfchen und ein Auslader, im linken Requifiten untergebracht.
Hinter der Richtmafchine find die Laffetenwände zur Bildung eines Requifitenkaftens verkleidet.
Der Richtbaum ift dauernd mit der Laffete verbunden, und läfst fich um das auf dem Protzftocke befindliche Charnier o in der Symmetrie- Ebene der Laffete bewegen. Am eifernen Schuh desfelben befindet fich eine Warze p und eine Klinke q, welche die fefte Lagerung des Richtbaumes in der Feuerftellung geftatten, indem die Warze in das hakenförmige Ende des den Schweif des Protzftockes umfaffenden Hebels greift.
Die hölzernen Speichenräder haben eine hölzerne Nabe mit einer broncenen Büchfe, anfchliefsende durch Bolzen und Zapfen verbundene Felgen und einen ungetheilten eifernen Radreif. Die Speichen find ziemlich ftark gekrümmt.
Der Laffetenwinkel mifst 28 Grad, die Geleisweite 153 Meter; die Laffete wiegt 460 Kilogramm. Die Protze hat mit der Laffete
gleiche Räder; die ftählerne Achfe,
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auf welcher die aus Winkeleifen gebildeten Deichfelarmer mittelft Anzug bänden und Schrauben befeftigt find, hat einen vierkantigen prismatifchen, an den Enden etwas ftärkeren Achsftock und abgebogene conifche Achsftängel.