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Genie- und Pionnierwesen : (Gruppe XVI, Section 3) ; Bericht ; Militär-Unterrichtswesen : (Gruppe XVI, Section 5) ; Bericht / von Moriz Brunner ; Johann Lauer ; Emerich Zinner
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Das Pionnierwefen.

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ganz aus Eifen conftruirt ift, wird zu diefem Zwecke über die zu hebende Stelle des Geleifes gefchoben, über die Mitte der betreffenden Stofsfchwelle geftellt, und durch Bremfen und Ueberwerfen der Springfedern( Umklappen von Haken, welche die Schienenfüfse von unten faffen), vollkommen arretirt. Sodann wird durch die Drehung zweier an den Enden des Rahmens angebrachter, verticaler Schrauben­fpindeln, die durch Holzklötzchen oder dergleichen unterſtützt werden, die Schienen fammt der Stofsfchwelle fo weit als erforderlich und als es die Stellvorrichtungen des Apparates anzeigen, gehoben. Gleichzeitig tritt dann die Stopfzange in Thätig­keit. Diefe wird durch ein Geftelle getragen, das auf vier bremsbaren Rädchen ruhend, auf den Leitfchienen des Rahmens nach der ganzen Längenrichtung der Schwelle beliebig hin und her gefchoben werden kann, und deffen Mitte eine grofse verticale Schraubenmutterhülfe in fich birgt. In diefer Hülfe nun hängt die Stopf­ftange mit ihrem Schraubenfpindel- Theile und wird in ihr durch ein an ihrem oberen Ende angebrachtes, horizontales Triebrad von einem Arbeiter mit Leichtigkeit langfam oder fchnell hin und her bewegt, wodurch dann eine bald mehr preffende, bald mehr fchlagende Wirkung der Stopfzange fich äufsert, je nachdem es die Befchaffenheit des Bettungs- Materiales verlangt. Die in der Verlängerung der Schrauben- SpindelbefindlicheStopfzange felbft befteht aus einem Doppel- Kniehebel. Drückt die Schrauben- Spindel auf die kürzeren Arme diefer, fo bewirkt fie abwärts gehend ein Zufammendrücken der längeren Arme, an welchen eben die Stofsbacken angebracht find; und bei umgekehrter Drehung des Triebrades und dem Hinauf­gehen der Spindel, das Oeffnen der Stopfzange. Wie die Stopfzange in horizontaler Richtung verfchiebbar ift, wurde fchon gezeigt; es erübriget daher nur noch zu zeigen, wie die Verftellung in verticalem Sinne gefchieht. In der Mutterhülfe nämlich ift durch ein Sproffenrad eine innere Mutterhülfe, welche eigentlich die Spindel der Stopfzange in fich trägt, nach auf- und abwärts verfchraubbar und mittelft eines Ringes fixirbar.

Da der ganze Apparat auch gleichzeitig als Controleur für den Zuſtand des Geleifes, welches er durchfährt. in Bezug auf Spurweite und Ueberhöhung dient, indem unter dem Apparate in finnreicher Weife eine Vorrichtung angebracht ift, welche alle Erweiterungen und Verengungen, fowie Ueberhöhungen, graphifch auf einem fich aufwickelnden Papierftreifen darftellt, da ferner die Manipulation des Einvifirens durch zwei, beiderfeits an dem Rahmen angebrachte Abfeh­diopter mit Scheiben fehr erleichtert wird, fo kann man diefer Erfindung eine günftige Zukunft nicht abfprechen. Zur Handhabung der ganzen Vorrichtung find nur drei Mann erforderlich. Zwei find bei den Schrauben und einer der Vorarbeiter bei der Vifir- Vorrichtung angeftellt.

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Es ift felbftverſtändlich, dafs zur Herſtellung der Vifur für das Normal Niveau bereits früher die Aufftellung von zwei anderen verftell­vor fich gegangen baren Scheiben die fpäter zur Sprache kommen. fein mufs.

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Ift die Hebung des Geleifes auf das erforderliche Mafs vollzogen, fo wird die Unterftopfung nur theilweife bewirkt, und zwar unmittelbar unter dem Schienenauflager, blofs an beiden Enden der Schwelle, worauf fogleich zur Hebung des zweiten Schienenftofses und zuletzt zur Hebung der Mittelfchwellen gefchritten wird. Sodann beginnt erft die Unterftopfung der anderen Stellen des gehobenen Schienenftranges, und zwar derart, dafs der Apparat immer ent­fprechend über die zu unterftopfende Schwelle geführt wird. Vorerft mufs der durch das Heben der Schienenftränge entſtandene leere Raum von einem Arbeiter mit dem Bettungsmateriale derart hinterfüllt werden, dafs beiderfeits der betreffenden Schwelle, ungefähr in einer Breite von fünf Centimeter, das Bettungsmateriale angefchichtet liegt.

Der Apparat beginnt nun feine Thätigkeit, indem er mittelft der Stopf­zange entlang der gehobenen Schwelle das Bettungsmaterial unterftopft, wobei der eine Arbeiter die Arbeit am Triebrade, der Vorarbeiter aber gleichzeitig die