Militärfanität und freiwillige Hilfe im Kriege.
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Gefchloffene Bleffirtenwagen mit eigenen Tragbahren ohne Suspenfion: Hirfchberg, v. Hoenika, Näher.
Offene Bleffirtenwagen mit eigenen Tragbahren ohne Suspenfion: Baierifcher Landes- Hilfsverein, Locati, Locati Bertani und ein Wagenfyftem Mundy Locati.
Offene Bleffirtenwagen mit Feld- Tragbahren ohne Suspenfion: Deutfches Heerwefen und Mühlwenzel.
Offene Bleffirtenwagen mit eigenen Tragbahren zur Hälfte mit und zur Hälfte ohne Suspenfion: Mundy- Lohner.
Offene Bleffirtenwagen mit Feld Tragbahren in Suspenfion: Mundy- Locati und Mundy Kellner ferner Mayo.
Offene Bleffirtenwagen ohne Tragbahren: der fpanifche Ambulanzwagen.
Die Privatconferenz hat für Bleffirtenwagen folgende Bedingungen geftellt:
Der Transportwagen foll bei folidem Baue das Gewicht von 14 Centnern in unbeladenem Zuftande nicht überfteigen, und mit Durchlauf des Vorder geftelles verfehen fein.
Der Wagen foll ein feftes Dach mit Gallerie befitzen, und fowohl mit Radfchuh als Bremfe verfehen fein,
Er mufs fowohl vorne als an den Seiten abgefchloffen werden können, und mit foliden Vorhängen zum Schutze vor Sonnenftrahlen, Regen und Wind verfehen fein. Der innere Raum foll allein nur für die Verwundeten refervirt fein, alfo nur die Feldtragen und die Sitze faffen.
Der Wagen foll mindeftens 4, und als Maximum 6 liegende, oder 8, höchftens 10 fitzende Verwundete faffen können, und ift zweifpännig zu fahren.
Das Syftem der Suspenfion entſpricht am beften den gegenwärtigen Anforderungen, immerhin werden aber weitere Verfuche nicht ausgefchloffen. Seitlich foll der Wagen zur leichteren Beladung zurückklappbare Trittbreter befitzen, hinten aber durch einen foliden Deckel verfchliefsbar fein, und nebft den Labemitteln die nöthigen Werkzeuge für kleinere Reparaturen mit fich führen. Das Geleife des Wagens foll fich nach dem im Lande üblichen richten.
Küchenwagen.
Von Küchenwagen hat man erft in der Neuzeit zu sprechen begonnen, und wurden zuerft in Amerika während des letzten Krieges die erften ambulanten Küchen erbaut. Europa fängt nun auch an fie einzuführen, und wenngleich man fie gegenwärtig, wie alle Neuerungen überhaupt, noch mit etwas fcheelen Blicken betrachtet, fo läfst fich doch hoffen, dafs fie fchon in der nächften Zukunft allgemeine Anerkennung finden werden. Schon erbaut man in England ambulante Küchen für Arbeiter in Fabriken und im Felde, die weit weg von ihren Behaufungen thätig find, und denen man für billiges Geld eine gute und kräftige Koft bieten will. Die Arbeitskraft richtet fich ja nach dem Stoffwechfel der Arbeitenden, und diefer nach der Quantität und befonders aber nach der Qualität der Nahrungseinnahme. Nicht für eine kräftige und dem Organismus der Arbeiter entſprechende Koft zu forgen, wäre demnach fchon vom nationalökonomifchen Standpunkte ein Fehler, den die praktifchen Engländer forgfam vermeiden. Die englifche Arbeitercolonie auf dem Weltausftellungsplatze menagirte die ganze Zeit über billig und gut durch einen Küchenwagen, ein Beweis von deren Brauchbarkeit und Güte. Soll denn aber für die erfchöpften Verwundeten minder geforgt werden, oder ift eine Labung derfelben nicht oft nützlicher als ein Verband? Der Zweck der ambulanten Küche iſt, den Hilfs- und Verbandplätzen eine fchon fertige frifche Nahrung