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Fig. 32.
Alexander Friedmann.
Fig. 33.
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untere verticale Fortfetzung der befagten Halbtrommel ift durch Glasringe gebildet, deren Profil und Stellung eine Reflexion der auffallenden Lichtftrahlen in gleicher Weife bewirken, wie das Prisma a b c der Fig. 31. Denkt man fich ein Schiff momentan im Bereiche eines durch eine folche Linfe der Fig. 28 in die Ferne gefandten, nahezu cylindrifchen( de facto etwas conifchen) Lichtbündels und die polygonale Glashalbtrommel langfam um ihre durch den Brennpunkt gehende Achfe gedreht, fo wird von der Zeit, da eine Linfe zwifchen Schiff und Flamme durchgeht, bis zur Zeit, da die nachfolgende Linfe fich wieder zwifchen Schiff und Flamme ftellt, zuerft ein Uebergang von Licht zu Dunkelheit eintreten, welche fucceffive zu blendender Helligkeit zurückkehrt, und denkt man fich einen Apparat wie Fig. 28, der, ftatt der Hälfte der Trommel, die ganze Trommel mit folchen Fresnel'fchen Linfen gebildet hat, fo werden durch das gleichmässige langfame Drehen in ganz beftimmten Intervallen immer Lichtblitze gebildet wer den. Damit für die Zeit dés Intervalles von einem Lichtblitze zum anderen das Licht nicht gänzlich verfchwindet und das Schiff durch feine Vorwärtsbewegung und folgliche Aenderung der Vifirrichtung nicht den Leuchtthurm bis zum näch ften Lichtblitze aufser Sicht verliert, dienen die oberhalb und unterhalb der Fresnel'fchen Linfen angebrachten vorbefchriebenen horizontalen, durch Reflexion wirkenden Glasringe. Diefe vereinigen nämlich die Lichtftrahlen, welche von der Flamme in die Höhe und nach abwärts entfendet werden und fonft für die Ferne verloren gingen, in eine nahezu horizontale Lichtfcheibe, fo dafs in der Entfernung das Auge auch in den Intervallen von einem Lichtblitze zum anderen, von Strahlen diefer Lichtfcheiben getroffen, einen leichten Schimmer beobachten kann. Diefs bezüglich der rechten Hälfte des Fig. 28 veranfchaulichten Apparates; die linke Hälfte der die Flamme umgebenden Trommel ift durch horizontale Glasringe gebildet, deren Profil dem der Fresnel'fchen Linfen entspricht, und welche die Lichtftrahlen durch Brechung in eine nahezu horizontale Scheibe vereinigen. Hiedurch wird bewirkt, dafs bei der Drehung der Trommel Fig. 28 für folange, als zwifchen Gefichtspunkt und Flamme eine der neun Fresnel'fchen Linfen paffirt, in der betreffenden Richtung des Horizontes Lichtblitze gebildet werden, zwifchen deren Intervallen fchwache Schimmer übrig bleiben und von der Zeit ab, als die jetzt in Fig. 28 links befindliche Hälfte der dioptrifchen Ringe paffiren, ein conftant ftarkes Licht für die halbe Dauer der Umdrehung einer folchen Trommel
vorhält.
So können je nach der Dauer von einem Lichtblitze zum anderen und je nach der Dauer der Unterbrechung der Lichtblitze durch conftantes Licht Variationen hervorgebracht werden, durch welche die Oertlichkeit felbft vollkommen kenntlich wird.
Je nach der Claffe des Leuchtthurmes und je nach der correfpondirenden Gröfse des Brenners mufs auch die optifche Trommel eine entsprechende Gröfse haben, fowohl um das Verhältnifs der Gröfse der Flamme in Bezug auf die Brenn