Dokument 
Marinewesen : (Gruppe XVII, Section 1 bis 4) ; Bericht / von Alexander Friedmann, Civiling. in Wien
Entstehung
Seite
119
Einzelbild herunterladen

de

as

n.

IS­

ift

of

mit

ei

re

er

nd

er

e-

en,

m

rd

n-

s

r.

r.

d,

Marinewefen.

119 kleinere Material und die Abfälle zur Bildung des mittleren, tiefften Kernes des Dammes, die gröfseren Steine zur Bekleidung diefes Kernes und die gröfsten Blöcke zur Begrenzung desfelben bis zu einer Tiefe von 6 Meter unter der Wafferlinie dienten, während von diefem Niveau an, von welchem, wie erwähnt, die Wellen bereits nach der Oberfläche hin immer mächtiger ihren Effect zur Geltung bringen, die äufsere Verkleidung mit grofsen, künftlichen Blöcken von 10 bis 15 Kubikmeter Inhalt hergeſtellt würde. Die Partie des Dammes BC ( Tafel XV), welche das Baffin de la Joliette abfchliefst, ift auf diefe Weife vor 27 Jahren hergeftellt worden, der weitere Theil bis zum Baffin National vor 17 Jahren, und hat der ganze Damm fich feither vollkommen gehalten. Diefe Methode der Sortirung des Materials fcheint alfo die Haltbarkeit des Dammes nicht zu beeinträchtigen und bietet den Vortheil, dafs das Verhältnifs der leeren Zwifchenräume zum Dammvolumen circa o 3: 1 beträgt, während bei Dämmen, welche nach der üblichen Weife, derzufolge grofses und kleines Material gemengt zur Auffchüttung gelangt, die leeren Räume nur 20 Percent ausmachen, im Ganzen alfo 10 Percent an Auffchüttungsmaterial und diefsbezüglicher Arbeit erfpart wird. Diefs gilt aber nach dem Erachten des Berichterstatters nur für freiftehende Dämme und für einen Untergrund wie in Marſeille.

Für die Herftellung der einzelnen Moli, von deren einem Fig. 98 ein Quer­profil veranschaulicht, wurde folgende Methode angewandt: Es wurde zunächſt dem Umfange des zukünftigen Molo entlang eine Unterlage für die Quaimauern durch mäfsig grofse Steinwürfe hergeſtellt, auf diefe Steinwürfe die Quaimauern mittelft künftlicher Blöcke bis auf das endgiltige Niveau der Moli über der Fluth errichtet, und der ganze durch die Quaimauern eingefchloffene Raum durch Erdanfchüttun­

er

e-

n,

fs

5.

er

コー

h

n

Fig. 98.

i

1.

n

S

e

T

gen ausgefüllt. Auch diefe Methode hat fich für Marſeille fehr gut bewährt und ift für Verhältniffe, wie fie dafelbft obwalten, aber auch nur für folche Local­verhältniffe, nicht wo der Untergrund ein nachgiebiger ift, fehr zu empfehlen.

Die Breite der Moli felbft hängt von der Dispofition der Waarenhäufer und der Anzahl der Eifenbahngeleife und Strafsenzüge ab, mit welchen ein folcher Molo verfehen werden foll. Bei der Befprechung des Hafens von Hamburg wurde bereits ein folcher Molo befchrieben.

In Marfeille variirt die Breite der Moli von 150 bis 70 Meter und ift bei den dortigen Localverhältniffen meift richtig angelegt. Es wäre jedoch arg gefehlt, die geringfte Breite unter den Moli von Marfeille als die Minimalbreite von Moli überhaupt zu betrachten. Dort z. B., wo, wie bei Trieft erwähnt werden wird, der Untergrund nach­giebig und die Herftellung guter Moli koftfpieliger ift, ift die. jenige geringfte Breite derfelben, welche noch eine rafche Umladung der Schiffe ermöglicht, die zweckmäfsigfte, und da bei einem gefchickten Eifenbahn- Dienfte die Anzahl der Eifen bahn Geleife auf einem Molo fehr reducirt werden kann, und obgleich im Allgemeinen Waarenhäufer ohne Stockwerks Anlagen einen billigeren Betrieb ermöglichen, doch in folchen Fällen, wo die Herftellung breiter Moli andere Bedenken verurfachen, Waarenhallen mit Stockwerks- Höhe, welche