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I. Die geschichtl. Entwickelung u. d. Culturwerth d. Eisenb.
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während aller dieser friedlichen und ( 1652-1673) ausgefochten Heldenleistungen auf dem Gebiete der Schifffahrt, welche der grosse Colbert schliesslich durch die Gründung seiner Navigationsschulen glorificirte: ging immer, in Consequenz der Philosophie des Unbewussten, ein Gedanke in den einsamen und stillen Studirstuben des europäischen Binnenlandes nebenher, nämlich der ,, nach einer Benützung des Dampfes als Motor."
Wem wir den grossen Gedankenblitz dieses Strebens zu verdanken haben, ist unerforscht; ehedem schrieb man die älteste Quelle auf den Schüler Ctesibius, des muthmasslichen Erfinders der Feuerspritze: Hero den Aelteren( 215 v. Chr.), dessen Ball in der Geschichte der Ausnützung des Dampfes so bahnbrechend wurde. Erst Delcluze( 1841) und Andere, und in neuester Zeit( 1874) auch Dr. Grothe haben aus den Manuscripten des unsterblichen Meisters und Universalgenies Leonardo da Vinci gefunden, dass Archimedes ( 287-212) den Dampf schon gekannt und zu untergeordneten Zwecken benützt habe. Nach Hero treten unser Altmeister unter den Ingenieuren M. P. Vitrurius( unter Julius Cäsar), später Seneca und im VI. Jahrhunderte Anthemius von Tralles, der Baumeister Justinian's d. Gr., mit der Kenntniss des Dampfes, aber nur in der Spielerei mit den Aeolipylen auf. Dann kam die lange öde Geisteszeit, in der alles Culturleben erstarb und die Brosamen der Wissenschaft nur in einzelnen Fürstenhöfen, Klöstern und Stuben der Adepten erhalten wurden, welch' letztere schon seit Paläphatos dem Griechen, seit Dschaffar dem Araber und seit Merlin dem Lateiner dem Wirken zusteuerten, das unter dem Namen Alchemie sich später während des ganzen Mittelalters hindurch mit der Erfindung der Jungfernerde, des Steines der Weisen, dem grossen Elixir, dem grossen Magisterium, beziehentlich der rothen Tinktur, befasste, aber schon 1286 die Veranlassung zu der Grabschrift für den Nürnberger Magister Jacob gab:
,, was gar ein seltsam man| mit vilen kunsten
,, hat lang gealchemaiet| und
und ließ ir keine unversucht" vis verthan."
Das einstige Wissen Griechenlands, das in den letzten Saiten der sieben Weisen Diogenes, Hermias, Eulalias, Priocian, Damascius, Isidor und Simplicius nachklang, sank dahin, trauerte über