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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
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I. Die geschichtl. Entwickelung u. d. Culturwerth d. Eisenb. des und des Wassers. Diese Freiwerdung konnte nur parallel gehen mit dem Aufbaue des Wissens und der socialen Gestaltung der menschlichen Gesellschaft, da sie geknüpft war an die Erkenntniss, an die Hebefähigkeit und an die Fähigkeit der Umwandlung der Stoffe der Natur, also an den Aufbau der Naturwissenschaften und der angewandten Mathematik, da sie abhängig war von der so­cialen Ergreifungsmöglichkeit der Stoffe, und da ihr Wachsthum geknüpft war an das Um sich greifen der technischen Besitz­nahme dieser Stoffe. Wir erkennen demnach weiters, dass die freie, die maschinelle Arbeit zu ihrer Unterlage auch universell ver­breitete und universell nöthige Stoffe gebraucht, und die Analyse der menschlich freien, das heisst der maschinellen Arbeit, oder wie sie modern genannt wird ,,, der Industrie" führt demgemäss zum Hervortreten gewisser Grundstoffe, auf denen sie aufgebaut ist. Aus diesen vielerlei Grundstoffen scheiden sich aber ganz beson­ders wieder drei heraus, die als die echten Bausteine unserer materiellen Cultur zu betrachten sind, während die anderen Grund­stoffe mehr dem Mörtelmateriale, dem Ziermateriale und dem Schutz­materiale des zu errichtenden Hauses dienen.

Diese drei Grundstoffe, welche die menschliche freie Arbeit, die Industrie zu ihrer Existenz benöthigt, sind die mineralische Kohle, das Eisen und die Baumwolle. Und in der That, wenn wir diese oft so blüthenreich, immer aber bezüglich ihres immensen Werthes lahm umschriebenen Stoffe näher betrachten, so erkennen wir nicht nur die Universalität ihres Vorkommens in der Natur, son­dern auch die universelle Benöthigung derselben in unserem Cultur­leben. Es mussten demnach diese Stoffe mehr als die anderen Grundstoffe cultureller Lebensexistenz auch Gegenstand univer­seller Besitzergreifung, universeller Verarbeitung, also besonders Gegenstand der vervollkommneten maschinellen Arbeit werden. Und hieraus folgt weiter, dass die Fortschritte der Mechanik, welche ja das Medium bilden durch das die menschlich freie, die universelle Arbeit durchzugehen hat, dass diese Fortschritte auch den Werth dieser Stoffe für die Menschheit immer mehr hervorkehren mussten.

Auf Gegenseitigkeit gegründet musste aber auch die Ent­wickelung dieser technischen Besitzergreifung der genannten Culturstoffe wieder die Mechanik vervollkommnen, weil ja jeder