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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
Entstehung
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I. Die geschichtl. Entwickelung u. d. Culturwerth d. Eisenb. ist also fast gleichzeitig mit James Watts wissenschaftlichem Auf­bau der Dampfmaschine begonnen worden und ebenso jung wie diese. Aber dieser Fundamentbau der Geologie dauerte länger, als jener der Dampfmaschine, denn diese erschien zu jener Zeit schon in concreter Form, während mit Werner erst der Gährungsprocess über die Construction des aufzubauenden Domes begann, ein Process, den wir unter dem Schlagworte, Vulcanismus und Neptu­nismus genügend kennen und der durch des Engländers Hutton ( 1788) Schrift über die ,, Theorie der Erde" akademisch eingeleitet wurde. Dieses Kampfes Gewühl, um dessentwillen so unsäglich viel geschrieben wurde und der in des Deutschthums vorhandener Zähigkeit und ehemaliger Neigung zur deductiven Methode in der Wissenschaft seine Kraftmomente fand, dauerte lebhaft an bis zur Zeit der Entstehung der Eisenbahnen. Mit diesen aber wurde der Schurfboden der inductiven Beobachtung, deren Methode ja schon der Engländer William Smith mit seinen Fuss­reisen zwischen 1790-1815 so erfolgreich betreten hatte, dass Werners Leuchte blässer wurde, in einem Grade gewonnen, der nöthig war, um empirisches Forschen auf wirkliches Sehen zu gründen. Und in der That, in dem Maasse, als die Eisenbahningenieure die Erde aufschaufelten und durchstachen, und in dem Maasse, als die Locomotive die Streiter in der Geologie rasch an Ort und Stelle führte; in dem Maasse also, als die Forscher persönlich ver­gleichen konnten; in dem Maasse endlich, als die Eisenbahnen den Bergbau förderten und auch durch diesen in den Eingeweiden der Erde vermehrte Beobachtungsstellen geboten wurden: in diesem Maasse verglomm auch der starre Hader der Gelehrten und gedieh das Werk des Forschens. Unter allen diesen Fundamenten aber ist der Eisenbahnbau, diese ausgedehnteste, tiefste Aufackerung der Erdrinde, so jemals vollzogen wurde, seit unser Planet kreist, das wesentlichste von allen, welche den Aufbau der Geologie ermög­lichten; denn diese ungeheuere und Milliarden kostende Um­würfelung der Scholle gab die eigentlichen Bausteine zu diesem Aufbaue. Und so sehen wir, dass der heute wieder in unseren Eisenbahndämmen verstürzte Stein mit seinem Petrefacte während seiner Loslösung von dem gewachsenen Felsen, und dass die ehemalige Blösse der heute wieder begrünten Böschung, wie auch