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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
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I. Die geschichtl. Entwickelung u. d. Culturwerth d. Eisenb.

unseres Wissens ist ein mächtiger Hebel, unserer geistigen Kraft und Reagenz; ein Hebel, der sein Erstehen wiederum der Raschheit des Ausschreitens des Eisenbahnbaues verdankt.

7. Der Einfluss der Ingenieurvereine.

Der Werth des Vereinslebens auf die Civilisation der Menschheit ist durch den Eisenbahnbau in einem ausserordentlichen Maasse gefördert worden, weil diese Bauthätigkeit nicht nur hervorragend intensiven und quantitativen Stoff zur technischen Verarbeitung durch ein Vereinsleben bietet, sondern weil die durch den Eisenbahnbau hervorgerufene Nomadisirung und Isolirung des Ingenieurs in dessen Stande mehr als in irgend einem anderen das tiefgefühlte Bedürfniss nach einer geistigen Heimatstätte hervor­ruft, welche einzig und allein in der Form des Vereinslebens praktisch ermöglichet ist.

Die thatsächliche, allgemeine Verbreitung dieser Anschauung documentirt sich in der ziffermässigen Gestalt des technischen Vereinslebens, wie sie seit dem Entstehen des Eisenbahnbaues zu­tage getreten ist; und wenn bei der Beobachtung dieses Auftretens auch niemals übersehen werden darf, dass ausser dem eigentlichen Eisenbahnbaue auch noch andere technische Disciplinen, welche durch die Entstehung der Eisenbahnen so mächtig gefördert wurden und in den Rahmen des Eisenbahnbetriebes, der Maschinen­und Bergwerksindustrie, der chemischen Industrie etc. gehören, auf die Vermehrung der Vereinsmitglieder eingewirkt haben, so ist es doch Thatsache, dass der Eisenbahnbau als solcher das grösste Contingent zu unserem technischen Vereinsleben, ausgenommen im Vereine der deutschen Ingenieure", stellt.

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In diesem Sinne mögen die zunächst folgenden Tabellen be­trachtet werden.