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II. Vorarbeiten.
Die vorherrschende Steigung zwischen Barcena( 284.763 Meter Seehöhe) und Reinosa( 846.939 Meter Seehöhe) ist 19 pro mille.
b) Ferro carril de Leon a Gyon.( Trace des II. Section.) Eine ebenfalls in plastischer Manier angefertigte Karte ( 1: 50.000) diente zur Darstellung von circa 100 Kilometern Bahnlänge zwischen Moreda( 281.980 Meter Seehöhe), Busdongo( 1265.64 Meter) und Vega de Gordon( 1017.08 Meter), auf welcher Strecke die vorherrschende Steigung 0.115 betrug. Bei Busdongo liegt der Tunnel 132.39 Meter unter dem Terrain, und die tiefste Unterfahrung, nämlich 289.58 Meter findet bei Alto de Felgueras statt. Auf der benannten Strecke kommen etwa 50 Tunnels vor, worunter der längste von Busdongo circa 3 Kilometer misst. Das Generallängenprofil( 6 Millimeter 1000 Meter, respective 1 Millimeter: 1 Meter), im Vereine mit der Situation gaben Zeugniss von der ungemein schwierigen Herstellung der Bahn.
Dieselbe zieht sich von Moreda flussaufwärts der Aller an der Berglehne auf der Flussseite von Gasor, Serapia und Sato; überschreitet das Quellengebiet im Halbkreise und geht an der anderen Seite des Flusses zurück wieder bis nach Moreda, wo die Bahn, zum zweitenmale sich scharf wendend, in das Flussgebiet der Nombra tritt; in Moreda beträgt der sichtbare Bahnunterschied 229 Meter. Eine ähnliche Schleife ist im Nombrathale ausgeführt; die Bahn dreht sich bei Santibañes, tritt auf die andere Lehne, kehrt zurück und befindet sich bei la Gotera nur einen Kilometer von Nombra entfernt, aber schon 324 Meter oberhalb Nombra, von wo sie der Wasserscheide von Busdongo( Flussgebiet der Nombra, des Bajarez und der Bernesga) in 1265.64 Schienenhöhe und 1398.30 Passhöhe zuläuft.
Diese wenigen Angaben werden vollkommen genügen, um die ausserordentlichen Schwierigkeiten der Tracirung, bei welcher es galt, Fuss für Fuss den Boden der Bahn abzuringen, zu kennzeichnen, und es bietet die genannte Planvorlage noch desshalb ein erhöhtes Interesse, weil die allgemeinen cartographischen Aufnahmen von Spanien für Eisenbahnbauzwecke sehr lückenhaft sind, wie schon daraus zu ersehen war, dass für die Situation keine käufliche Karte zur Verfügung stand, sondern das Terrain vermittelst Handzeichnung mühsam dargestellt war.